Canada 1999

11.7.99 Die Videotasche habe ich fertig gepackt

12.7.99 Der letzte Arbeitstag. Draußen ist es schwühl, noch nicht ganz 7:00 Uhr, schon 21° C warm und keine Sonne in Sicht.
Gerade kam die Meldung daß für Michael "Schumi" Schuhmacher die Formel 1 Saison wohl gelaufen ist.
Die Arbeit am heutigen Tag war noch anstrengend und heiß. Als ich Feierabend gemacht habe war es noch über 32°C warm. Um 17:30 Uhr gab es ein deftiges Gewitter mit Temperaturstürzen bis 20°C.
14.7.99 Heute ist Michel's Geburtstag.
Der Flug geht erst Mittags. Der Abflug erfolgte ½ Stunde verspätet, trotzdem sind wir pünktlich in Vancouver angekommen. Taxi zum Hotel Radison. Es ist immer wieder ein Erlebniss in Canada Taxi zu fahren. Der Fahrer hat sich letzten Endes noch über 10% Tip beschwert.

Wir in Zimmer 511 und Julia in Zimmer 500. Sie geht nicht ans Telefon. Wir sind um 17:00 Uhr noch was essen gegangen, Julia hat sich abgelegt. Gegen 19:00 Uhr sind wir auch ins Bett gegangen. Wetter: bewölkt, 23°C. Kein Wetter das die Urlaubsstimmung hebt.


15.7.99

Nach einer durchwachten Nacht gingen wir um 7:00 Uhr zum Frühstück. Travelhome hatte sich für 12:00 Uhr angesagt. Ich habe ausgecheckt, Dorothea und Julia warteten bei den Taschen. Währenddessen wurde Julia von einer Studentin über das Hotel befragt. Um 12:25 Uhr wurden wir von Travelhome abgeholt. Nach den Anmeldungen waren wir bei Saveway einkaufen – ca. 155 CDN$. Kurz nach 16:00 Uhr pm sind wir abgefahren nach Tsawwassen zum Campingplatz Parkcanada. Der Platz liegt kurz vor der Fähre. Hier haben wir die Klamotten umgeräumt und uns eingerichtet.

16.7.99

Um 3:15 Uhr waren wir schon wach. Gegen 6:30 Uhr sind wir nach einem Kaffee losgefahren und haben in Tsawwassen auch gleich die nächste Fähre bekommen um 7:00 Uhr hat sie abgelegt und zwei Stunden später waren wir in Swartzbay. Nach einer katastrophalen Stadtrundfahrt in Victoria haben wir es dann aufgegeben und sind in Richtung Nanaimo weitergefahren. übernachtet haben wir dann im Pacific Nat. Rim Park für 51 CDN$. Die Fahrt dorthin war sehr schwierig. Nachmittags waren wir am und im Pazifik, wo am sehr weitläufigen, flachen Strand große durch das Wasser gebleichte Baumstämme herumlagen.


Wal bei Jamies Waltour


17.7.99 Weißkopfadler Diese Nacht hatten wir 9°C. Ich bin um 7:00 Uhr aufgestanden und habe erst mal Kaffee gekocht. Um10:00 Uhr haben wir bei Jamie's eine Waltour gemacht. Wir fuhren mit einem Kabineneboot in eine nahe Bucht wo einpaar Wale zu sehen waren. Die Tour war dann um 13:30 Uhr zu Ende.

Im Regenwald

Nächster Punkt war der Regenwald und Cathetral-Grove. Von Nanaimo sind wir nach Vancouver übergesetzt und haben im Capilano-RV Park übernachtet. Da wir sehr spät dran waren haben wir in letzter Sekunde auch den letzten Platz bekommen. Nach uns wurde das Office geschlossen


18.7.99 Fahrt von Vancouver zum Hell's Gate im Frazer Canyon. Wieder, wie beim letzten Mal, haben wir beim Essen die Kolibri's gesehen. Für Julia war es die erste Begegnung mit dieser flinken Art. Wassertiefe im Frazer heute: 175' . übernachtet haben wir bei KOA in Lac le Hache. Maximale Temperatur heute war 25°C, die Toilette stinkt. Ich habe meine ersten Karten geschrieben.

19.7.99 Von Lac le Hache sind wir nach Quesnel gefahren um dort die Fehler im Wohnmobil beseitigen zu lassen. Bis auf den blauen 3'' Abwasserschlauch wurde nichts repariert. Die Teile für die Toilette waren nicht vorhanden. Also sind wir nach Prince George gefahren, wo wir zu dem uns empfohlenem Laden fuhren. Der konnte uns aber die stinkende Toilette auch nicht reparieren – kein Personal. Er gab uns die Empfehlung die Firma gegenüber aufzusuchen, wo uns dann auch geholfen wurde. Das die Cruise Control nicht funktionierte konnte aber nicht behoben werden. Wir sind dann zu Salmon River für 16$ auf einen Campingplatz gefahren. Schon beim Anschließen der Schläuche und Kabel haben uns die Mücken fast aufgefressen. Bei einem Rundgang mit Dorothea bin ich fast wahnsinnig geworden. Für das Auto haben wir so fast den ganzen Tag gebraucht.

20.7.99
Milepost 0 des Alaska Highway

Wie erwartet hat es heute Nacht geregnet (12.9°C). Wir hatten für 6:00 Uhr den Wecker gestellt um alsbald das Weite zu suchen. Tagsüber hatten wir 22° C. Wir sind dann Richtung Dawson Creek gefahren, wo wir dann einkaufen waren. Dorothea hat von der obligatorischen Telefonzelle aus daheim angerufen. In einem umgebauten Eisenbahnwagen, gegenüber der Touristinfo ließen wir uns einen Kaffee mit Blaaubeermuffins munden. Dorothea und Julia haben in Dawson Creek eine spezielle Kaffeekanne gekauft mit der man Kaffee kochen kann. Anschließend sind wir im Hauruck-Tempo nach Pink Mountain gefahren. Hier haben wir einen schönen Platz für die Nacht gefunden. Der Alaska Hwy. hat sich in den letzten 8 Jahren schwer verändert, er ist viel breiter geworden. In Pink Mountain haben wir noch Andenken und Geschenke gekauft.

21.7.99
Der siebte Tag im Auto. In Pink Mountain sind wir zügig weggekommen. In Fort Nelson haben wir das dortige Museum besichtigt und zugesehen, daß uns die "Blackflies" nicht fressen. Als wir uns dann wieder losgemacht haben, sah ich linker Hand einen Schwarzbär und habe angehalten. Er ist dann vor uns über die Straße gelaufen. Julia konnte ihn fotografieren. In Steamboat Mountain haben wir das gleiche Café wie vor acht Jahren wiedergefunden. Dort haben wir auch gegessen. Die Durchfahrt von Muncho Lake hat Julia mit der Viedokammera aufgenommen. Nach einer ewig langen Baustelle haben wir Liard River erreicht, wo wir in den heißen Quellen waren. Sie sind schwefelhaltig und auch bei kühler Witterung zu genießen. Auf dem "Public Campground" haben wir gerade so noch einen Platz bekommen. Abends habe ich meinen speziellen Nudelsalat gemacht.
Die heißen Quellen von Liard Hot Springs

Im Hintergrund befindet sich der heiße Quelltopf

22.7.99
Heute sind wir schon um 5:30 Uhr aufgestanden um Dorothea's Vater und meine Oma anrufen zu können. Zuvor sind wir in den heißen Quellen noch mal zum Baden gegangen. Bis auf zwei Leute vom Parkservice, die den Pool reinigten hatten wir die Becken für uns alleine. Jetzt ist auch aufgefallen, daß das Wasser an der Oberfläche bestimmt 45° C hatte. über Wasser hätten uns die Mücken aufgefressen, und unter Wasser wurden wir gekocht. In der letzten Nacht haben sich die Moskitos an uns gütlich getan. Gegen 7:00 Uhr haben wir uns dann vom Acker gemacht. In Watson Lake haben wir zuerst den Signpost-Forest besucht, wir hatten immer noch kein gelbes Telefon gefunden, dafür aber Dorothea's altes Nummernschild. Das 2. Nummernschild hatten wir dieses Mal mitgebracht und mit Datum und unseren Namen versehen. Ich sprach einen Arbeiter an und ließ das Schild ganz oben an einen Pfosten nageln, ca. 20 Meter vom ersten entfernt. Mein Schild haben wir leider
nicht mehr gefunden. Nach Watson Lake waren wir in Beaver Post, wo ich noch ein Nummernschild für Rüdiger und einen Aufkleber für meine Gurke gekauft habe. Nach, eigentlich kurzer Fahrzeit, bin ich dann wieder raus gefahren und habe mich noch mal für zwei Stunden abgelegt. Ich war total fertig. Gegen 16:00 Uhr sind wir weitergefahren. Um 19:00 Uhr waren wir am Sourdough Campground in Whitehorse. Der erste Platz wo ich keine Mücken vermutete. Das Anwesen gehört zwei Schweizern (oder daher stammend), was sich ganz schnell herausstellte. Wahrscheinlich war das meinem "Englisch" zuzuschreiben. Bei der Unterhaltung kam heraus, daß sie eine Website haben, worauf ich meine Karte mit meiner WEB-Adresse gab. Auf der Anlage befinden sich zwei Teepee's zum Vermieten, am Eingang ein Teepee, ein Carwash und eine Gelegenheit die Klamotten zu waschen. Die Dumpingstation ist obligatorisch. Die technische Ausstattung macht einen sehr guten und neuen Eindruck, kurz ein sehr guter Gesamteindruck. Gegen Mitternacht war es immer noch nicht richtig dunkel.

Miles Canyon

Miles Canyon
23.7.99
Fife Finger Rapids Gegen 9:00 Uhr sind wir losgefahren. Das erste ziel war der Miles Canyon, Miles Canyon
hier fuhren vor 100 Jahren die Schiffe auf dem Weg zum Klondike. Von hier aus sind wir zur Bank gefahren, Geld kaufen, und zur Visitors Info den Schaufelraddampfer photographieren. Nach Mc Donalds, einkaufen und tanken erfolgte die Weiterfahrt Richtung Dawson City. An den Five Finger Rapids haben wir den nächsten Halt gemacht. Mit Julia bin ich die 223 Stufen der beiden Treppen runtergegangen und habe die Stromschnellen besichtigt.
Nach 40 Minuten waren wir wider zurück. Auf der weiteren Fahrt haben wir 10 km vor Mayo (die heißeste und kälteste Stadt Kanadas) einen weiteren Bären gesehen. Wir hatten ca. 10 Minuten lang die Gelegenheit ihn bei der Futtersuche zu filmen und zu fotografieren. In Mayo haben wir einen RV-Park für die Nacht gefunden.
Der Bär auf Futtersuche


24.7.99
Nachts hatten wir in Mayo eine Temperatur von 2,5° C dicker Nebel hing über dem Platz als ich morgens zum ersten mal raus sah, aber die Sonne stand etwas später voll am Himmel. Auf dem Weg nach Dawson City hatte es zwischendurch geregnet. Dort angekommen sind wir als erstes mit der Fähre auf den Campground jenseits des Yukon gefahren, haben uns den Platz Nr. 33 ausgesucht und registrieren lassen.
Mit dem großen Motorhome war nicht jeder Platz geeignet. 16$ haben wir zwei Nächte gelöhnt – Rekord. Danach sind wir zu Fuß und mit der Fähre wieder übergefahren und haben den ersten Stadtbummel gemacht. Abends habe ich ein Feuer am "Firepitt" eingerichtet und ein riesiges Steak zubereitet.
Nach dem Lunch sind wir wieder nach Dawson zu Diamont Tooth Geties Gambling Hall. Das hat sich dann auch gelohnt. Mit 10$ Einsatz habe ich 55$ gewonnen, was ungefähr die Unkosten deckte. Wir hatten eine Menge Spaß dabei. Um 0030 am waren wir wieder am Motorhome.


25.7.99 Letzte Nacht war lang. Es war schon 11:30 Uhr als ich an diesem Bericht arbeitete und die Mädels lagen noch im Bett.
Blick vom  Dom auf Dawson City Blick vom  Dom auf den Yukon flußabwärts
Ich hatte schon mal die Heizung angemacht, weil es doch ziemlich frisch war. Nach dem Kaffee sind wir mit dem Auto wieder rüber in die Stadt. Dorothea und Julia sind zu Fuß mit der Fähre rüber. Mit dem Auto habe ich fast eine Stunde gebraucht. Dorothea wollte zu Hause anrufen und hatte die Zeitverschiebung von neun Stunden zu beachten. Wir waren einkaufen und Benzin und Propan tanken. Auch wollten wir Julia den "Dom", den Berg mit dem besten Ausblick oberhalb der Stadt, und "Dredge Nr.4 zeigen.

Dredge No. 4
Dredge Nr. 4 wurde um 90° gedreht und ist nun von der Seite her zu sehen. 1995 lag sie noch im Wasser, jetzt liegt sie auf dem Trockenen zum Teil auf Holzstützen. Claim 33 hatte leider schon geschlossen. Wir haben noch die Postkarten an der Visitors-Info abgegeben und sind zum Platz zurückgefahren. Ich habe wieder ein Lagerfeuer gemacht. Julia holte einen Eimer Wasser vom Brunnen, welches ich auf dem Grill in zwei Etappen erhitzte und zum Spülen verwandt. Außerdem habe ich mir auf dem Feuer noch eine Suppe gekocht. Abschließend habe ich den Rest vom Feuerholz verbrannt und mich von den Fliegen stören lassen. Ich denke, wenn Rüdiger dabei gewesen währe und wir ein paar Biere dabei gehabt hätten, währe das genial gewesen. Temperatur um 23:00 Uhr noch 12,1° C, tagsüber 16° C. diese Zeilen habe ich noch im Freien geschrieben und es hätte sicherlich noch zwei Stunden später sein können.


26.7.99 So wie an den letzten Tagen regnet es auch jetzt, nur etwas stärker. Es ist nicht mehr schön. Im Laufe des Vormittags sind wir dann los auf den Taylor "Top of the World" Highway. Wir waren kaum 10 km von Dawson entfernt und die Sicht war gleich null – Nebel. Die Straße war ungleich besser als vor Jahren, aber wir haben ewig gebraucht. An die Grenze von Alaska kamen wir ganz unvermittelt, es war aber locker mit den Formalitäten. Die Strecke bis Chicken war legendär schlecht. In Chicken Downtown hat sich kaum etwas geändert die obligatorischen Souvenirs haben wir besorgt und auch dort gegessen. Auf der weiteren Strecke wurde Straße manchmal besser, oft aber nur wie ein Waschbrett. Julia hat einiges von der grandiosen Aussicht und der schlechten Straße aufgenommen. Ca 35 Meilen vor Tok wurde die Straße erheblich besser und blieb auch so bis zum Alaska Highway. Die 12 Meilen bis Tok hatten wir schnell hinter uns gebracht und auch den Sourdough Campground gefunden. Als erstes habe ich die Kiste wieder überall eingestöpselt und mir ist aufgefallen das es sehr warm war – 22° C. Dorothea und ich haben unseren Kaffee draußen auf der Picknickbank genommen und ich habe noch ein paar Zeilen Notiert, als der Regen uns dann doch eingeholt hat. Während Dorothea alle Orangen schälte, und Julia in ihrem Buch weiterlas, habe ich mich ein paar Takte hingelegt. Zeitverschiebung zu Deutschland hatten wir nun 10 Stunden.

27.7.99 Vor der Abfahrt habe ich die Kiste vom gröbsten Dreck befreit, damit die elektrische Stufe am Ausgang in Funktion und die Heckleuchten wieder sichtbar wurden. Wir sind dann nach Delta des Alaska Highway gefahren. Mit der restlichen Rückfahrt auf dieser Straße würde Julia diesen Highway auch komplett gesehen haben, was sie sich dort zertifizieren ließ. Dann sind wir zurück gefahren. Ich fuhr die ersten 60 km, weil sich dort eine mehrere km lange Baustelle befand, Julia die weiteren über 300 km und ich die restlichen 60km, weil Julia nicht auf den Campgrounds fahren wollte. Sie hat aber auf ihrer Fahrt einen Elch im Gebüsch verschwinden sehen. Bei dieser Fahrt befuhren wir mit 56 km die längste Gerade auf diesem Trip. Bei Köcten haben wir einen Campingplatz gefunden, wo man sich selbst registrieren sollte, was uns jedoch nicht möglich war, weil wir kein passendes Permitt für diesen Park hatten. An diesem Tag wurde ich zum kochen ausgesucht. Dazu habe ich die zwei kg Hackfleisch aus dem Gefrierschrank genommen, mit Brühe erhitzt und Spaghetti Bolognese gemacht. Den ganzen Tag hat es mehr oder weniger geregnet.

28.7.99 Die Kluane Mountains Der Campingplatz an dem wir die Nacht verbracht hatten lag am Snake River. Die kleinste Wüste der WeltDer Platz war sehr schön, Der Kluane Lakeaber der nächtliche Regen trieb uns fast in den Wahnsinn. Das erste Mal wurde ich gegen 3:00 Uhr wach. Dorothea und Julia etwas nach mir. Wenn sich jemand bewegte hatten wir im Fahrzeug schweren Seegang. Dorothea und ich haben in dieser Nacht beide schlecht geträumt. Als wir die Jalousien hochmachten waren die Fenster ganz naß. Das kam daher, weil die Außentemperatur auf 6,2° C gefallen war, hatte aber zur Folge das es aufgeklahrt hatte und den Blick auf die schneebedeckten Berge des Kluanee freigab. Gegen 7:00 Uhr waren wir auch schon weg. über Nacht gab es in Alaska, Yukon und den Nordwest Territorium Die kleinste Wüste der Welt einen Kälteeinbruch. In Dawson City gab es Frost und am Dempster Highway gute Chancen auf Schnee, so wurde im Radio berichtet. Am ?????-Summit führte die Straße ca. 500 Meter an der Schneegrenze vorbei. In Burwash Landing fragte ich an der Tankstelle nach einem fällig gewordenem Ölwechsel und wurde auf Stardust nach Haines Junktion geschickt. Das waren dann noch 110 km. Stardust war eine Tankstelle. "Tripple S" stand dort in ganz großen Lettern, Stardust Service Station. Alle Türen waren zu und als ich wieder gehen wollte kam jemand heraus und fragte ob er helfen könne. Ich fragte nach einem Ölwechsel und wurde sofort als Deutscher enttarnt. Web-Cam Carcross, Der Lake Bennett, der Ort Carcross und Caribou Mountain im kanadischen Yukon Territory. Ich enttarnte mein Gegenüber sofort als gebürtigen Schweizer. Wir unterhielten uns etwas, wobei heraus kam, daß er auch von dem "Schweizer" in Whitehorse wußte. Die Arbeit war eine Sache von einer halben Stunde und wurde, für mich ungewohnt, auf dem Schotter vor der Halle verrichtet. Jetzt konnte die Fahrt wieder weitergehen. Nachdem wir nach Whitehorse vom Alaska Highway abgebogen waren fing es wieder an zu regnen. Es war immer noch kalt. Zu regnen hörte es erst auf als wir nach Carcross abgebogen und noch ein paar Kilometer gefahren wahren. Wir haben uns die kleinste Wüste der Welt angesehen und ein paar Aufnahmen gemacht. Als wir in den historischen Ort gingen regnete es wieder. Später ging die Fahrt weiter Richtung Hwy 1, wo wir in Jonsons Crossing einen Platz für die Nacht fanden. Bis um 22:30 Uhr war der Himmel wieder blau und es versprach wieder kalt zu werden.

29.7.99 Die Temperatur ging wie erwartet stark zurück. 3,5° C kalt war es in der Nacht und die Sonne stand strahlend am Himmel. Um 10:00 Uhr fuhren wir weiter Richtung Süden. Nach den ersten 90 km hatte ich aber schon das Bedürfnis eine kleine Rast einzulegen.
Wir haben Kaffe gekocht, das Essen rausgeschleppt und auf einer Bank nahe am Fluß gerastet. Dabei sind uns die Squirrels (Eichhörnchen) bedrohlich nahe gekommen – bis auf einen Meter. Die Blackflies haben genervt. Weiter bis 20 km vor Watson Lake und dann auf den Cassier Highway in eine grandiose Landschaft. In Jade City habe wir einen Platz gefunden wo uns die Moskitos wieder plagen durften. Ohne weitere Aktivitäten im Freien haben wir uns früh abgelegt.



30.7.99
Die Cassier Mountains Diese Nacht wurde genau so kalt wie die Letzte. In den Cassier Mountains wird es also auch kalt. Wir wollen versuchen heute durch die Berge zu kommen. Kittwanga, wir haben am Cassier RV Park noch einen Platz bekommen. Es waren 584 km die wir heute zurückgelegt habe, und uns sind 3 Bären über die Straße gelaufen und einige mehr Squirrels. Auf unserer ersten Rast, wir haben sie gemacht, weil wir einen Schleicher vor uns hatten, kamen die Squirrels bis auf einen Meter an die Füße heran und die Vögel haben sogar ausgelegtes Brot vom Tisch geklaut. Hätte ich nicht aufgepaßt hätten sie meine ganze Brotscheibe mitgenommen. Die Landschaft um den Cassier ist ja genial aber uns wurde auch klar weshalb die Fahrt über den Cassier Highway von den meisten Vermietungen verboten wird.

31.7.99
Morgens erreichten wir nach wenigen Kilometern den Yellowhead Highway bei Kilometer 250. Kurz vor Smithers fanden wir ein gelbes Telefon und ich habe wieder mal versucht mit meiner Kreditkarte Rüdiger anzurufen. über sein Handy habe ich ihn dann auch erreicht. Er war offensichtlich erstaunt das wir schon am Ende des Alaska Highway waren. Wie er mir später erzählte versuchte er noch mal zurück zu rufen aber die Leitung war besetzt, weil Dorothea und Julia noch telefonierten. In diesem Ort haben wir einen Wasserfall gefunden, wo die Lachse schon stiegen. An den Lachstreppen standen Einheimische und versuchten einen guten Fang zu machen.
Bis Vanderhoof hatten wir keine Gelegenheit unsere Vorräte aufzufüllen. Die Strecke bis Prince George war öde, richtig ätzend. Am Purdon Lake versuchten wir etwas für die Nacht zu bekommen, jedoch ohne Erfolg. Julia ist dann bis McBride weitergefahren, wo wir auf der Beaverview Campsite einen Platz für 18,20 $ bekamen. Ich habe dann wieder mal einen Nudelsalat kreiert, den wir uns zugute kommen ließen. Damit hat der sonnige Tag am Fraser ein Ende genommen.


1.8.99 Nachdem wir an der Dumpingstation waren, ist Julia weitergefahren bis Mt.Robson. Zusammen mit ihr bin ich dort raus und wir haben uns umgesehen und ein paar Bilder gemacht. Bis Jasper habe ich das Steuer wieder in die Hand genommen. Dort waren wir dann noch Shopping. Die Weiterfahrt führte uns Richtung Maligne Lake. Mt. Robson Da uns die Strecke mit über 40 km zu weit erschien haben wir gewendet und versuchten am Maligne Canyon einen Parkplatz zu bekommen. Mit unserem riesigen Gefährt war das aber nicht zu machen. Weiter nach Jasper Campingplatz suchen. Der an der Seilbahn war voll, so was Blödes. Wo sollten wir hin, es waren noch jede Menge Motorhomes unterwegs. An der Kasse wurde mir der Overflow Campingplatz am Snaring River genannt. Es waren noch einige km in die Richtung aus der wir zuletzt kamen, hätten wir vorher wissen sollen. Die Unterführung kam mir bekannt vor und auch die Straße, hier waren wir doch aber noch nicht? . Die Brücke nach der Kasse kannte ich aber ganz genau und war sicher: " hier habe ich den Trailer zum Urlaubsvideo 1989 gedreht". Keine schlechten Erinnerungen – gut.
Der erste, uns bekannte Platz war aber auch schon besetzt aber über den Snaring River war ein weiterer, viel größerer Platz. Auf dem von uns ausgesuchten Platz, in der Nähe der ausgewiesenen Feuerplätzen, lagen viele größer Steine und ich rangierte rückwärts irgendwo dazwischen – dachte ich. Bei der Sichtung der Lage, kam mir schon jemand entgegen und erzählte etwas von "Big Rocks under your Car". Ich gab zu verstehen das ich ein großes Auto mit genügend Bodenfreiheit hätte, sah aber trotzdem darunter. Kurz hinter der Vorderachse lag ein wirklich dicker brocken, der bei einer Unebenheit den Motor oder die Achse beschädigen könnte. Also habe ich die Position des Fahrzeugs etwas korrigiert, und bin wieder hinaus um die Lage zu peilen. Dieser Jemand kam wieder auf mich zu und verwickelte mich gleich wieder in ein Gespräch. Er hieß Mark und auf die Frage woher er kommt deutete er stolz auf sein vorderes Nummernschild (in Form eines Eisbären mit einem gelben Messer darauf) und sagte: ".. from Yellowknive" . Wow, ein echter Nordwestler aus der Wildnis. Da nicht genügend Firepitt verfügbar waren, Jasper bot Mark an seinen mitzubenutzen. Ich habe dann auch die Bratwürste und Kartoffeln dort gegrillt. "Alle Deutsche essen Bratwürste" sagte Mark. Es war eine spitzen Atmosphäre. Ich fragte Mark ob er alleine ist und er erzählte mir, daß seine Frau im Motorhome ist und sehr krank, sie hätte Lungenentzündung. Ich habe mich lange mit ihm unterhalten, auch über seinen Job. Er ist Spengler, Elektriker, Schreiner, etc. , einfach alles was man dort zum Hausbau braucht. Aber immer um 1:00 Uhr mittags geht er zum fischen, auch bei –40° C und hat auch immer seinen alten Hund dabei auf seinem "Skatoo". Mehrmals meldete sich seine Frau indem sie klopfte oder an die Tür ging um anzuzeigen daß sie ihn braucht. Dorothea und Julia haben sich irgendwann zu uns gesellt. Als es dunkel wurde ging ich nochmals raus zu Mark und fragte ihn auch nach seiner Frau und er sagte das er sie in das Hospital nach Jasper bringt. Kurz darauf war er weg. Nachdem ich duschen war, gegen Mitternacht, war Mark wieder da. Er hatte seine Frau im Hospital gelassen. Jetzt hatte er auch schon seine Flasche "Medizin", sie stand tagsüber griffbereit hinten auf der Stoßstange, niedergemacht und die zweite ausgerissen (weiß, aber vom selben Kapitän). Mir nahmen noch ein Bier, dazu etwas Smaltalk und dann habe ich mich zurückgezogen nachdem ich ihm meine Karte gab.


2.8.99
Maligne Canyon Mark hat anscheinend seine Medizin aufgebraucht. Heute ist der Geburtstag seiner Frau. Sie ist aber im Krankenhaus, letzte Woche in Prince George
Maligne Canyon Die Athabaska Fälle
Die  Sunwapta Fälle die Maschine verblasen, das war sicher zu viel. Wir haben ihn an diesem Morgen leider nicht mehr gesehen. Wir sind dann los Richtung Maligne Canyon und haben uns die Schluchten angesehen. Danach haben wir an der Public Dumping Station ganz andere Sachen ich den Schluchten des Kanals verschwinden lassen. Noch kurz Wasser auffüllen (ein Job für ca. 5 Minuten) und wir waren wieder "On the Road again". Die Athabaska Fälle haben wir als nächste angelaufen. Hingegangen, gefilmt und Fotos gemacht. Wie immer war alles überlaufen.. Ein paar Kilometer waren die Sunwapta Fälle. Hierbei ist Dorothea nicht mehr mitgegangen, ihr ging's nicht gut. Danach waren wir bereit für den Athabaska-Glacier, nur schnell hin damit wir noch eine Fahrt bekommen. Dort angekommen, fanden wir eine Menge Leute vor die das gleiche Ziel hatten wie wir, aber nach 20 Minuten ging es los.
Der Athabaska Glacier
Für jeden schlappe 25 $. Ewiges Eis für 1 ½ Stunden. Ich hatte aber die Vorstellung das der Gletscher einmal größer war. Viedeoaufnahmen ließen sich nicht so leicht realisieren. Danach Karten kaufen und einen Platz suchen.
Es war mühselig, aber nach 40 km hatten wir einen schönen, noch freien Platz gefunden. Ich habe den Grill angeworfen, noch etwas gefilmt, Speck gebacken und wir haben gegessen. Mangels Helligkeit, sich mehrenden Bucks und die Gefahr Bären nicht mehr rechtzeitig zu sehen, habe ich dann um 22:15 Schluß gemacht.
Der Athabaska Glacier


3.8.99
Lake Luise

Mit dem ersten Kaffee habe ich noch das Feuer angemacht. Um 8:00 Uhr waren es immer noch 2,9° C kalt, nicht das ich gefroren hätte, aber es war frisch. Wir sind nach Lake Luise gefahren und haben uns nur über die Unmengen Leute gewundert, sind ein bißchen rumgelaufen und haben uns aus dem Parkplatz rausgequält. Einkaufen war auch nicht. Ein Schuß in den Ofen. Schön war es dort trotzdem.


Banff
Die Kamera blickt von der Gondelbahnbergstation am Sulphur Mountain auf Banff und den Cascade Mountain im Hintergrund.

Bis nach Banff hatten wir noch einige km zu fahren, wo wir einen Parkplatz im hintersten Eck fanden. An der Visitors Info erfuhren wir dann das es den Park, den wir suchten, nicht mehr gibt. Wir waren dann noch mal Shopping. Julia und Dorothea haben noch mal zugeschlagen. Alsbald haben wir uns auf die Socken gemacht, Highway #1 West und haben in Golden einen Campingplatz gefunden. Er lag nahe an der großen Bahnstrecke, dazwischen nur der Kicking Horse River. Bis um 22:00 Uhr waren schon 4 Züge durchgefahren. Die Abkühlung in der Nacht war eine willkommene Abwechslung nach den 31° C am Tag.
Besucher in Golden


4.8.99
Rogers-Pass Wasser tanken, Dumpingstation aufsuchen und losfahren. Nächstes Ziel war der Rogers Pass am Trans-Canada-Highway.
über Rivelstocke gings weiter Richtung Süden. Bemerkenswertes kleiner Besucher
gab es auf dieser Strecke nicht zu sehen, außer das wir wieder durch eine schöne Landschaft kamen, die allerdings schwer durch Wolken verhangen war. Ab und an hat es geregnet. Nach dem letzten Stück gewundenem Highway sind wir dann in Mirror-Lake angekommen und haben hier den einzigen Campingplatz aufgesucht. Mit Dorothea bin ich noch mal an den großen See gegangen. Das Wetter war aber viel zu feucht.


5.8.99
Staudamm in Idaho 32° C und eine hohe Luftfeuchtigkeit hatten wir heute. Noch vor 9:00 Uhr sind wir weggekommen in Richtung USA. Zuerst Washington State, dann nach Idaho Staudamm gucken. Richtung Spokane gings dann zurück zum Highway 315, auf den Hgw. 20 Ost, um durch schöne Landschaft zu fahren. Schön war nur die Hitze, die Strecke gut zu fahren, aber die 55Meilen/h sind mir auf den Senkel gegangen. Es war auch kein Platz zum Rasten zu finden, was meine Befindlichkeit nicht unbedingt verbesserte. Aus dem Hwy. 20 haben wir einen Campingplatz angelaufen, der war aber an einem See, wozu wir absolut keine Lust hatten – Wasser = Bucks. Also, wieder zurück. Der andere Campground war 5 Meilen über eine Schotterstraße zu erreichen – zu weit weg. Den dritte haben wir dann genommen. Keine Gebühren, kein Wasser, kein Holz und kein Müll, dafür sehr heiß, obwohl er im Wald lag. Dorothea und ich sind noch mal herumgelaufen gucken. Dann haben wir etwas gegessen und später noch ein Lagerfeuer mit Reisig gemacht. Es gab hier auch keine Moskitos.

6.8.99
Relativ spät sind wir an diesem Morgen losgefahren, bzw. geschlichen ( ca. 70-80 km/h bis Republic). Dort haben wir uns etwas verfahren, weil mich Julia auf eine Texaco Tankstelle aufmerksam machte. Dorothea hatte aber ein Schild mit Hinweiß auf den Hwy 20 gesehen. Am Ende sind wir auf der amerikanischen Seite des Okanagan Valley eingelaufen. Hier war es heiß wie in der Hölle, das merkten wir aber erstmals ich an der Waldbrandgebiet Grenze das Fenster aufmachte, und in Oliver einkaufen waren.
Wir haben uns einen Campground ausgesucht. Da der aber schon für zwei Wochen im Voraus ausgebucht war, ließen wir uns eine neue Adresse geben bei der für unser 30er gerade noch Platz war. Alsbald habe ich das elektronische Thermometer hinausgehängt und 36,3° C im Schatten gemessen. Es war gerade mal 16:00. Mit dem großen Sonnenschirm, außen am Auto, habe ich etwas Schatten erzeugt, wo wir uns niederließen. Kaffee und Donuts waren angesagt, danach eine Runde schwimmen im angrenzenden See. Das Wetter war uns aber nicht lange holt und hat ein Gewitter von Osten her aufziehen lassen. Der Strand war auf die Schnelle leergefegt. Wir sind auch zurück und haben es uns unter der regensicheren Jalousie gemütlich gemacht. Auf der anderen Staßenseite sah Julia ein Eichhörnchen auf den isolierten Kabeln von Mast zu Mast laufen. Nachdem Dorothea das Essen gemacht hatte saßen wir noch bis 21:00 Uhr draußen. Bei noch 26° C waren Dorothea und ich am Strand spazieren
Okanagan Falls

7.8.99
Es war eine sehr warme Nacht, vor allem in unserem Vehikel. Das Wetter hat sich über Nacht nicht verbessert und es sah aus, als ob es jeden Moment regnen könnte. Hat es aber dann doch nicht und wir sind relativ spät Richtung Kelowna losgefahren. Der Wasserfall in Okanagan- Falls war ein keiner Staudamm und kaum der Rede wert. Auf dieser Strecke kauften wir eine Menge Obst mit den besten Kirschen die wir jemals aßen. Das Tal des Okanagan war eine Augenweide, die feuchte Luft wurde aber durch die feuchte Luft schwer getrübt. In Summerland besuchten wir den ehemaligen Sitz des Superintendent mit schönen Gärten und Bäumen. Hinter Peachland sind wir nach Westen abgebogen ohne nach Kelowna Okanagan Valley zu gelangen. Auf diesem Highway erreichten wir auf dem Pass eine Höhe von 1725 Metern. Es war ein vierspuriger Highway mit einer absolut guten Aussicht. Den nächsten Highway nach Süden haben wir genommen und den ersten Campingplatz inspiziert. Dieser war uns aber zu Lake'ig , der zweite (Otterlake) mit 42 km zu weit weg. Der dritte Platz in Alison-Lake war uns dann genehm. Meine erste Handlung bestand darin das Lagerfeuer zu machen und unser Abendessen Beim Lagerfeuer zu rösten (Brat- kartoffeln, Wiener und von uns eingefrorene Möhren). Der Spot unserer Nachbarn angesichts der drohenden Regenwolken war nicht zu überhören. Zum einsetzenden Regen war das Mal aber bereitet. Eine Menge Obst haben wir uns reingezogen. Nach dem Essen habe ich bis 21:00 Uhr vor der Hütte am Feuer gesessen. Sicherlich währe es später geworden, aber der Regen hatte wieder eingesetzt und bei Dunkelheit sieht würde ich einen Bär erst gesehen haben, wenn ich ihn schon riechen könnte.

8.8.99
Von Alison-Lake sind wir nach Princeton aufgebrochen. Julia hatte Shopping angesagt. Die 53 km hatten wir schnell hinter uns gebracht, jedoch ohne das Permitt vom Nummernpfosten des Campingplatz abzunehmen. Bei der Visitors-Info bekamen wir einen Rundweg durch den Ort. Museum war zu und alles andere nach ca. einer Stunde abgehakt. On the Road again fanden wir uns bald wieder auf dem vierspurigen Highway 3 West ein. Noch fast 300 km bis Vancouver. Der große Abzweig kam in Hope, unserem Tagesziel. Den KOA Campground hatten wir schnell gefunden. An diesem Tag fehlten uns 8 km und die 9000 km währen voll geworden. Der Platz war nicht einer der Schönsten, auch gab es hier zu viel Moskitos. Meine große Reisetasche hatte ich schon fertig gepackt und die Videotasche, die auch als Handgepäck dient, in Ordnung gebracht. Dorothea und Julia kümmerten sich um das Essen. Es wurde mittlerweile schon rationiert damit wir nichts überbehalten. Um 21:30 Uhr herrschte hier schon stockdunkle Nacht, und die Gedanken an die Rückkehr nach Deutschland wurden immer stärker. Die Mängel des Wagens und die Enge waren aber ein kleiner Trost. Kein Schaukeln mehr, wenn sich einer von uns im Bett herumdreht, oder ein schlechter Ablauf des Dusch- und Spülbeckens, Undichtigkeiten des Küchenblocks oder die schwarzen Handtücher die wir zum Aufwischen nahmen. Morgen haben Heijo und Heinrich Geburtstag. Das dürfen wir vor der Abfahrt nicht vergessen, weil es hier ein gelbes Telefon gibt. Wir wollen uns um 7:00 Uhr wecken lassen damit wir um 9:00 Uhr los können. Hoffentlich werden wir den Campground in Vancouver schnell finden und dort auch einen Platz finden.

9.8.99
Eigentlich viel zu früh sind wir losgefahren, denn wir hätten schon um 11:00 Uhr in Vancouver sein können. Da wir in Hope vergessen haben unsere Brüder anzurufen, und auch wegen der überflüssigen Zeit, waren wir auf einer Rest-Area. Von dort habe ich dann Heijo angerufen. Zu Heinrich ist Dorothea zwar durchgekommen aber er war nicht da. Als wir in Vancouver waren hatten wir wohl die richtige Ausfahrt gefunden, haben den Brownsville RV-Park aber trotzdem eine ganze Ewigkeit gesucht. 3 Plätze waren für unseren 30er noch frei, und das mittags um 12:00 Uhr. Allzu lange haben wir uns nicht aufgehalten und sind gleich los zum Skytrain. In Waterfront angekommen sind wir den direkten Weg nach Gastown und haben die Shop's unsicher gemacht und das 2:00 Uhr-Getröte der Steamclock beobachtet. Zur Stärkung sind wir ins Hardrock Café wo wir uns auch ein T-Shirts kauften. Um den überblick zu behalten sind wir auf den Aussichtsturm und haben Vancouver von oben gesehen. Abschließend sind wir zum Expo-Gelände gegangen, wo eine Demonstration gegen ein gerade einlaufendes amerikanisches Kriegsschiff stattfand. Wir haben und dann auf den Weg Richtung Skytrain gemacht und sind zum Motorhome gefahren. Dorothea und Julia haben sich dann mit ihren Taschen beschäftigt. Gegen 22:00 Uhr sind Dorothea und ich noch mal zum Pub auf dem Campingplatz.

10.8.99
Beluga Wal Die Zeiten zu denen wir aufstehen werden auch immer später. Gestern wurde es aber auch 1:00 Uhr. An diesem Tag sind wir wieder zur Waterstreet gefahren und uns zum Bus zum Stanley-Park durchgefragt. Keine Ahnung wo das Aquarium ist, wir sind aber richtig ausgestiegen. Schlange stehen überall. Die Wale waren auch nicht mehr das was sie mal waren, auch waren nur noch Capilano-Suspension-Bridge zwei Orcas da. Einer davon war noch jung. In einem anderen Becken befanden fünf Belugawale, dort wurde aber keine Show geboten. Irgendwann sind wir zurück zur Hastings Street gefahren und von Waterfront mit dem Seabus nach Nordvancouver übergesetzt.
Einer von vielen Bussen brachte uns auf Umwegen zur Capilano-Suspension-Bridge. Sie ist 270 Fuß hoch und nur unter Schwierigkeiten zu überqueren, weil sie stark schwankt. Zu den Souvenirs gehörte auch eine Tasse. Wir haben uns dann auf den Rückweg gemacht. Julia hat am Skytrain gedacht wir hätten es nicht mehr geschafft und ist in letzter Sekunde wieder ausgestiegen.
Sie hat uns nachgewunken. Wir sind an der nächsten Station ausgestiegen und haben auf Julia gewartet. Gegen 20:00 Uhr erreichten wir das Motorhome. Zum zweiten mal habe ich versucht Eric anzurufen – ohne Erfolg. Nach dem Essen sind wir noch mal ins Pub gegangen, haben gebechert und Karaoke geguckt.


11.8.99
Der letzte Tag im Motorhome. Julia hatte leichte Startschwierigkeiten. Wir haben uns zum Skytrain aufgemacht und sind zu Sience-World gefahren. Danach zu McDo Mittagessen und nach Burnaby Shopping. Viel kaufen war nicht mehr denn die Taschen waren schon übervoll und nicht mehr aufnahmefähig. Relativ früh waren wir wieder am Motorhome. Kaffee trinken, Füße hochlegen und aufräumen. Letzte Sachen in Taschen quetschen – und das war viel. Gemacht haben wir nicht mehr viel. Das Feuerwerk in English-Bay haben wir uns geschenkt.
Brücke über den Fraser


12.8.99
Abreisetag. Nach dem letzten Kaffee sind wir zum letzten mal zu einer Tankstelle in der Nähe und haben den langen Weg nach Surrey gemacht. Glücklicherweise und mit Julias Hilfe haben wir uns nicht verfahren. Taschen aus dem Auto raus, das Auto war innerhalb von Minuten gecheckt. Kein Ton von den kaputten Schüsseln und dem Glas. "In 20 Minuten geht's zu Flughafen", Ok Spitze. Dorothea und Julia haben ihr letztes Geld verbraucht und bald war die Wartezeit vorbei. Nach dem essen im Flugzeug hatte ich das Gefühl, daß ich es jetzt tun muß. Ich ging hinter zur Stewardeß und fragte ob ich zum Kapitän ins Cockpit könne. Sie sagte ich solle mitkommen und so gab ich Julia im vorbeigehen ein Zeichen das sie mitkommen kann. Zwei Minuten später standen wir eine Etage höher im Cockpit. Es war schon eine grandiose Aussicht von da oben und die "Jungs" waren auch ganz locker. In Frankfurt angekommen wurden wir von Elisabeth, Felix, Antje und Markus erwartet. Sie haben uns zuerst mal nach Eschborn gefahren. So ging an diesem Tag ein langer Urlaub zu Ende.