Törmänen 2005



Der erste Schnee ist in diesen letzten Tagen des Oktober TIE 4; INARI, SAARISELKä 23.10.2004 12:04gefallen. Das neue Ziel liegt noch weiter im Norden als bei der letzten Reise, nahe der Grenze nach Russland.
Als ich die Reise gebucht hatte bot sich am Urlaubsziel dieses Bild der Webcam.

Lähin tieasema:
TIE 4; INARI, SAARISELKÄ 23.10.2004 12:04

ILMA -1.0 °C
TIE -1.1 °C
SADE HEIKKO
KELI LUMINEN

Der Schnee liegt schon seit ein paar Tagen, erst ein paar zaghafte Flocken ist er jetzt schon einige Zentimeter hoch.
Die Reise geht in die Nähe von Ivalo, der Perle Lapplands. Hier sieht man die ersten Hinweißschilder nach Murmansk auf der Kola Halbinsel.

Ende November 2004 wurden bereits bis zu - 30°C erreicht. Für diese Reise habe ich mich bereits mit diversen Utensilien eingedeckt.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Temperaturen steigen. Auch noch am 8. Januar kommt das Thermometer an die 10° Marke heran.

Zum Glück ist das Thermometer am Morgen der Abreise auf -13°C gefallen
Am 6.2.2005 wurde ich zum Flughafen nach Frankfurt gefahren. Das erste Mal dass ich von Limburg aus in den Urlaub fahre.
Ich bin noch mal eine rauchen. Viel Zeit habe ich nicht, ich muss noch durch die Personenkontrolle. Die Dame, die das Handgepäck checkt, ist sehr genau. über einen der sich beschwerte sagte sie nur zu einem Kollegen: „dann soll er doch mit dem Bus fahren".
Pünktlich zum boarding bin ich am gate und bin ohne größere Verzögerung zu Flugzeug durchgegangen. Die Zeit bis zum Start verkürzte ich mit lesen, „Tausend Meilen Eis" von Silvia Furtwängler. Es beschreibt den Yukon Quest, das härteste Schlittenhunderennen der Welt.

Neben mir haben zwei ältere Herrschaften Platz genommen. Beim Start haben sie sich die Hand gehalten und die Finger ineinander verschränkt. So wie ich das schon mit meiner Frau gemacht habe. Ich habe gelächelt, jetzt bin ich in meiner Wohlfühlzone und der Urlaub kann losgehen.

Flughafen Helsinki Jetzt muss ich Schluss machen, gleich es gibt Essen. Minifrikadellen mit Soße und Püree, etwas Gemüse und ein Brötchen mit Margarine. Wow !!

Das Wetter in Helsinki ist nichts Besonderes. Ein bisschen Schnee und um 2°C. Ich fahre nicht mit dem Bus von Vanttaa nach Helsinki. So hatte ich es vor, ich hab aber keinen Bock dazu.
Hier ist es bewölkt und zu sehen gibt es auch nicht viel – die Zeit wird lang. Drei mal habe ich schon den Raucherraum aufgesucht, werde bald noch eine Runde durch den Flughafen drehen.

Das Flugzeug nach Ivalo steht am Gate 15. Nach dem kleinen Snack im Flugzeug werde ich müde und bin froh als wir auf dem Flughafen Ivalo landen.

Flughafen Ivalo Hier ist es ein bisschen kälter als in Helsinki, -6°C. Die 100 Meter zum Terminal haben wir schnell zurückgelegt. In der Halle stehen viele Leute um die Gäste in Empfang zu nehmen. Da sehe ich auch schon ein Schild auf dem auch mein langer Namen steht. Ich gehe hin und werde von dieser Frau begrüßt.
Sie hat eine extrem hohe Stimme, wirkt aber kernig. Den Namen hab ich schon gleich wieder vergessen, damit hab ich es nicht so. Sie sagt wir müssen noch auf jemanden aus meiner Gruppe warten, ein Schweizer. Kaum gesagt stand er bei uns und auf dem Gepäckband hinter uns tauchen die ersten Koffer auf. Sehr groß ist die Halle nicht, einfach handlich. Draußen am Taxi rauche ich schnell eine Kippe, die drei Holländer der anderen Gruppe sind noch nicht da. Als wir komplett sind geht die Fahrt nach Saariselkä. Andi, Hotel Panimoder Schweizer, und ich fahren ins Gästehaus Panimo. Die drei Anderen fahren weiter.
Frühstück gibt es erst ab 10:00 Uhr, wir werden aber morgen schon um 9:00 Uhr mit dem Taxi abgeholt. Unser Frühstück können wir um 21:00 Uhr abholen. Inzwischen gehen wir im Hotel nebenan etwas essen.
Das Duschen vor dem Schlafen gehen habe ich genossen. Auf diesen Luxus werden wir die nächste Woche wohl verzichten.

Am nächsten Morgen gegen 4:00 Uhr bin ich schon wieder wach, Gewohnheit. Bis 5:00 Uhr habe ich versucht zu schlafen und bin dann aufgestanden und eine rauchen gegangen. Das Wasser war bis dahin heiß und ich konnte mir meinen Tee machen. Nicht mal Kaffee gibt's hier. Das Frühstück ist einfach, Brot wurst und Käse, aber reichlich. Die 1-Liter Tüte O-Saft habe ich gestern Abend schon angebrochen.
Fahrt nach Ivalo Die Reisetasche und das Handgepäck habe ich umgepackt. Es soll hinterher nicht alles nach Hund riechen.
Noch eine halbe Stunde bis das Taxi kommt. Ich bin etwas unruhig und neugierig, das Thermometer ist über Nacht auf -12°C gefallen, die Sonne scheint. Am Taxi treffe ich Andi wieder, Rainer kommt noch hinzu. Fehlen nur noch zwei Leute in der Gruppe.

Die gleiche Strecke wie gestern Abend fahren wir wieder zurück. Das Husky-Safari Camp Kamisak befindet sich nahe dem Abzweig zum Flughafen Ivalo. Hier treffen wir Gabriele und Edith. Die Gruppe ist komplett.
Auf den Schlitten Wir bekommen unsere Ausrüstung, einen Schlafsack und ein Handtuch in einem wasserdichten Sack, einen Overall, Stiefel, Handschuhe und eine Kappe direkt zum Anziehen. Bei den Socken können wir uns auch bedienen.

Dann kommt die Einweisung wie so ein Gerät mit den Hunden zu händeln ist, auch wie ein Knoten gebunden wird der mit einer Hand zu öffnen ist. Gabriele und Edith waren der Meinung dass sie zu zweit auf einem Schlitten sind ….

Kalinka und Niivi Wir wurden Jouni zugeteilt. Er wird uns in dieser Woche durch die Wildnis am Inarisee führen. Die Zuweisung der Teams wurde per Los entschieden, ich hatte das Schlusslicht.
Der Schlitten wurde gepackt und die Hunde angeschirrt, hier bekamen wir Hilfe. Für mich war das nicht wirklich neu, habe ich so was doch schon mal gemacht. Es war anstrengend, denn die Hunde dachten nur an laufen und waren entsprechend unruhig.
Als Jouni den Motorschlitten anwarf war dass das Zeichen für die Hunde dass es gleich losgeht. Meine Huskys waren so gut drauf dass sie die Sicherheitsleine, mit der der Schlitten an einem Baum gesichert werden muss, mit einem Ruck beim Start zerrissen. Sind das etwa Bestien?

Das Lagerfeuer Jouni fährt für uns eine Spur in den Schnee. Am Motorschlitten hat er noch einen Lastschlitten im Schlepp. Hierauf sind die Vorräte und der ganze Kram der sonst noch gebraucht wird, und Andi. Er fährt mit um das Ganze kennen zu lernen.
Meine sechs Huskys sind keine Bestien, soviel weiß ich jetzt, sind sehr gut drauf und zerren den Schlitten über jeden Berg. Der Fetzen Seil wird neben dem Schlitten hergezogen.
Sonnenuntergang Am frühen Nachmittag machen wir eine Pause. Jouni hackt ein bisschen Holz, schnitzt es ein bisschen zurecht und macht mal schnell ein Lagerfeuer. Ein Dreibein aus Holz darüber gestellt einen Topf drangehängt und fertig ist die Suppe.
Unsere Sauna Das Brot dazu war schon fertig, und der Kaffee wurde nach der Suppe gekocht. Die Hunde lagen derweil vor dem Schlitten. Ich hatte im Team Niivi und Kalinka als Leaddogs, Lasmad + Niisku als Teamdogs und Mein Schlitten Rolle and Rasmus waren die Zugmaschinen (Wheeldogs) direkt vor dem Schlitten

Die erste Hütte erreichten wir über einen See. Sie lag auf einem kleinen Hügel, hinter dem haben wir die Hunde für die Nacht untergracht.
Jetzt müssen die Hunde an der vorher zwischen zwei Bäumen ausgelegten Nachtleine festgemacht werden und der Schlitten entladen werden. Dabei kommt man schon ein bisschen ins Schwitzen. Sehr kalt ist es nicht.
Das Wasser, welches wir hier zum waschen, essen und füttern benötigen, kommt aus dem zugefrorenem See. Mit einem Handbohrer wird das 20 cm dicke Eis aufgebohrt, das Wasser mit einer Handpumpe in Eimer gepumpt und zur Hütte und Sauna geschleppt. Jouni hat in der Zeit schon das Feuer in der Hütte und der Sauna entfacht und es wird langsam mollig warm.
Unsere Hütte Bevor wir selbst ans Futter dürfen sind erst mal die Hunde dran, sie brauchen ihr Ruhe um Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln.

Nach dem Essen gehen wir in die Sauna. Es ist in dieser Zeit die einzige Möglichkeit sich zu waschen.
Wie bekommt alle Leute schnell aus der Sauna heraus ?
Man ruft: "das Polarlicht ist zu sehen"

So standen wir alle ohne Socken im Schnee und haben nach oben gesehen um das Naturschauspiel zu verfolgen.

Der 2. Tag
In den hügeligen Wäldern geben die Husykys alles Das frühe Aufstehen bin ich immer noch gewohnt und war schon um 6:00 Uhr wach. Um 8:00 Uhr Stand Jouni auf und es kam Leben in die Bude. Das Frühstück war üppig, unser Guide ist Koch. Nach dem Frühstück bekamen die Hunde ihr morgendliches Fressen, eingeweichtes Trockenfutter. Zwei meiner Hunde dachten wohl dass es nur Wasser sei und machten sich erst über die Brocken her als ich den Napfinhalt auf den Schnee schüttete. Wasser wollten sie nicht.

Auf dem See Jetzt ist es an der Zeit die Taschen zu packen und alle unsere Habe auf dem Schlitten unter dem Rentierfell zu verstauen. Es ist die Zeit, wo die Hunde unruhig werden, aufstehen und jeder Einzelne zuerst dran kommen will. Die Zugleinen werden ausgelegt, die Geschirre sortiert und ein Husky nach dem Anderen vor den Schlitten gespannt. Am Morgen singen die Hunde ihre Lust am Leben in die Wälder hinaus.
Der Schlitten Plötzlich wird es vor mir immer leiser, ein Schlitten nach dem Anderen fährt los. Für einige Sekunden stehe ich alleine mit den Hunden im Wald. Vorsichtig den Schneeanker reinholen ohne dass es die Hunde sehen, die Eisbremse mit aller Kraft in den Schnee stemmen, Rasmus hat sich umgesehen und zieht los, jetzt muss alles ganz schnell gehen, an dem Seilende am Handlebar ziehen und sehen dass das Seil, Auf dem Seewelches noch ein paar mal um den Baum gelegt ist, sauber läuft und den Knoten aufzieht. Mit der anderen Hand gut festhalten um den Ruck abzufangen der durch den Schlitten geht und gleichzeitig den Fuß von der Bremse nehmen.
Im gleichen Moment wird es still, nur das schwere Atmen der Huskys und das Knirschen der Kufen ist zu hören.
Ein paar hundert Meter gehtDer Schlitten es in wilder Jagt durch den Wald. draußen auf dem See steht Jouni mit seinem "Lynx" und die vier anderen Teams. Alle sind gut vom Start weg gekommen. Als ich herankommen geht es direkt weiter in die hügeligen Wälder.
Die Stimmung ist gut an diesem Tag und das Wetter schenkt uns Sonnenschein bei -12°C.
Wenn wir nicht auf einem Berg sind geht es zügig voran und man muss auf die äste aufpassen die über der Spur sind um sie nicht ins Gesicht zu bekommen. Die Hunde kennen die Strecke wohl, denn wenn sich Rolle und Rasmus umdrehen kommt bestimmt eine tiefe Mulde oder der Schlitten könnte wegrutschen und umkippen. Die Beiden machen sich sicherlich keine Gedanken um mich, sonder nur um ihre eigenen Knochen. Wenn es mich vom Schlitten fegt könnten sie schneller laufen.
Am LagerfeuerDer Anhänger steht auf der Spur, Juoni ist unterwegs um einen geeigneten Platz für das Lagerfeuer zu suchen. Nivi und Kalinka drehen sich um, "Was jetzt?" Wir warten. Lasmad und Niisku bring das nicht aus der Ruhe.

Auf dem Inarisee Es dauert nicht mehr lange und wir sitzen vor dem Lagerfeuer. Wir nehmen uns aus den Vorräten von dem warmen Saft, und es Zeit zu reden und einander durch den Kakao zu ziehen. Das große Holzfeuer hat schnell unser Mittagessen erhitzt. Klar, es gibt wieder Suppe, aber was wird heute drin sein?
Die Teller und Tassen werden im Schnee gespült, da darf man nicht weiter drüber nachdenken. Aus den gleichen Tassen aus denen wir eben noch den Saft nahmen, trinken wir jetzt unseren Kaffee. Wir haben ja gespült.

Wir fahren hinaus auf den Inari Järvi. Der zweitgrößte See Finnlands ist auch aus dem Weltall zu sehen. Es liegt kaum Schnee auf dem dicken Eis aber die Gruppe zieht sich weit auseinander. Meinen Hunden ist das wohl zu langweilig und sie denken auch nicht daran sich zu beeilen.
Das änderte sich als wir Richtung unserer nächsten Hütte fuhren. Sie liegt direkt am Inarisee in einer kleinen Bucht. Das Nachtlager der Vierbeiner ist windgeschützt hinter der Hütte, denn es ist hier sehr windig. Auf dem Weg zur Hütte steht eine Tiefkühltruhe im Wald. Ich kann es nicht fassen, wozu das? Meiner Neugierde folgend, habe ich das mal überprüft was denn im Wald in einem solchen Möbel aufbewahrt wird - Sägespäne. Auf dem InariseeWie wir später erfuhren sind die für die Toilette.

In der Hütte Die Temperatur war gestiegen. Auf meinem Thermometer konnten wir -3°C ablesen. In der Hütte ist es kalt, aber wir haben elektrisches Licht und es ist gemütlich. Draußen pfeift der Wind als wir später die Hunde füttern. In der Sauna waren wir an diesem Tag nicht, dafür haben wir auf dem Dicken Eis des Sees gelegen und haben uns die schillernden Farben des Nordlichts angesehen. Dieser Abend hat etwas Einzigartiges.

Der 3. Tag
Morgendliche Fahrt über den InariseeAm nächsten Morgen lacht uns die Sonne entgegen. Sie scheint vom See her zwischen den Bäumen hindurch und wirft die Schatten des Fensters in die Hütte.
Wie jeden Morgen haben wir alles wieder zusammengepackt, die Hunde angeschnallt und auf den See hinaus gefahren. Die Sonne blendet aber die sechs da vorne wollen laufen. Die Richtung stimmt nicht ganz, aber die haben ihren eigenen Kopf. SonnenuntergangAls sich die Richtung ändert ist die Gruppe wieder zusammen.
Der weitere Weg führt uns zurück über den See in die Gegend wo wir gestern den Wald verlassen haben. Die Bäume sind hier nicht sehr hoch und der Weg überschaubar. Die Zeit geht schnell vorbei und wir suchen wieder mal den Rastplatz für den Mittag. Am Lagerfeuer sitzt schon die Gruppe von Henry (sprich Henrü) und wir gesellen uns dazu. Die werden sich auch gedacht haben was wir für ein durchgeknalltes Volk sind, denn bei uns war immer etwas los und es gab immer wieder einen Grund für einen Joke.

Sonnenuntergang Andi, der Begleiter von Juoni fuhr in der Gruppe von Henry mit. Das haben wir aber erst am Abend festgestellt. Heute ist auch der letzte, der dritte, Tag unserer Begleiterinnen. Sie werden von unserem Guide am Abend zur Strasse begleitet und dort mit ihren Teams aufgesammelt.

Während dessen sitzen wir zu dritt in der riesigen Hütte, die wir auch schon in der ersten Nacht hatten. Draußen in der Dunkelheit ziehen die Beiden mit Stirnlampen und ihren Huskys hinter Juoni her in die Wälder von Lappland.
Schade, wir waren eine gute Truppe.
Wir holen das Wasser, nicht mehr so viel wie vor zwei Tagen und wärmen uns auf.
Der Abend verläuft so wie alle anderen auch, es wird spät bis wir in die Kojen kommen.

Der 4. Tag
Der MorgenDer Morgen unterscheidet sich unwesentlich von den anderen, vermummtwir haben mehr platz am Tisch und fahren später los. obwohl es nicht mehr so kalt wie am Anfang ist, ist das Wetter nicht mehr so angenehm. Die meiste Zeit auf dem Schlitten bin ich vermummt wie bei arktischen Temperaturen. Der Wind hat erheblich zugenommen, kein Sturm, nur wie so ein ganz ganz kleiner Blizzard.. An einer Gabelung des Wegs passierte Niivi knurrtes dass Jouni Rolle und Rasmus wärmen sichnach links abbog und die Hunde von Andi nach rechts gingen, Reiners hinterher, und meine wollten auch nicht hören. Hingehen und wegziehen is ja nicht, sonst sind sie weg. Bei dem Wendemanöver musste ich eh den Schlitten "einfangen". Muss lustig ausgesehen haben wie ich hinter dem Schlitten gehangen habe. Keiner hat Bilder davon gemacht.
Unsere letzte Hütte auf dieser Tour Bei der mittäglichen Pause fing Niivi an eine von den Weibchen in der Mitte anzuknurren. Ich befürchtete schon Beissereien in meinem Team. Juoni sagte dass eine der beiden läufig wird. Naja.

Die Hütte an diesem Abend hat zwei Schlafnischen die über jeweils eine 3 Meter hohe Leiter zu erreichen sind und einen offenen Natursteinkamin. Die Sauna befindet sich auch hier, aber die kann man vergessen. Sie eignet sich bestenfalls um Hundefutter aufzutauen oder Kleidung zu trocknen, Zum Schwitzen taugt sie nicht.
Jouni ist abends noch bei den Hunden gewesen weil meine gejault haben. Die Nachtleine hat sich auf einer Seite gelöst, und die Hunde haben sich in den Leinen verwickelt und eingeschnürt.Morgens vor der Hütte

Der 5. Tag
Spät sind wir aufgestanden und habe lange gefrühstückt. Das OuthouseIn der Nacht hat es geschneit. Alles ist mit einer weißen Schicht überzogen. Die Eichhörnchen sind zusehen und wir haben geklärt was ein Kuukkeli (so ein dicke Vogel) und Tiainen (Meise) ist.
An diesem letzten Morgen ist die letzte Gelegenheit sich von den Hunde zu verabschieden und ihnen Lob auszusprechen. Sie haben bisher gute Arbeit getan. Dermaßen motiviert lief es an diesem Tag sehr gut. Das OuthouseEs sind sehr schnelle Passagen und auch lange bergab Fahrten dabei das macht Laune. Eine Gruppe Rentiere kreuzt unseren Weg, die Hunde sind ruhig.
Der Weg zum Mittagslager ist heftig. Durch 80 - 100 cm hohen Schnee müssen wir einen steilen Berg hinauf. Das schaffen die Hunde nicht mehr, da muss ich mitlaufen. Laufen wie ein Storch und den Schlitten festhalten weil die Hunde schneller sind. Am Lager bin ich fertig.
Wie so manches Andere dauert auch die Pause etwas länger. Die Fahrt durch den Tiefschnee fällt dann leichter. Obwohl es ein steiler Berg ist muss kaum gebremst werden.
Erst in der späten Dämmerung, etwa um 18:00 Uhr, laufen wir im Camp ein. Alles ist hell erleuchtet als wir die Hunde in ihre Wohnbereiche bringen. Wir nehmen unsere Klamotten gehen ins Haus. Hier bekommen wir etwas zu trinken und geben unsere Ausrüstung zurück.

Das Hotel Panimo Das Taxi ist nach kurzer Zeit auch da und fährt uns zurück zum Hotel nach Saariselkä. Eija Järvinen hatte uns im Camp noch beraten wo man in Saariselkä gut und günstig essen gehen kann. So sind wir abends noch ins Pirkon Pirtti Ravintola essen gegangen.

Der Abreise Tag
Frühstück gibt es erst um 10:00 Uhr. Bis dahin habe ich meine Taschen gepackt und bin in das "Kuukkeli Tavaratalo", ein Einkaufszentrum, gegangen. Zu dieser Zeit ist die Sonne am Horizont aufgegangen und ich konnte abschließend noch die Sonne genießen.
Am Kaunispää Zu dritt haben wir uns zum Frühstück eingefunden. Danach haben wir uns noch mal im Ort umgesehen. Um 12:00 Uhr haben sich unsere Wege getrennt und ich bin in den Bus zum Flughafen Ivalo gestiegen. Auf dem Flughafen IvaloJetzt hatte ich am Tag Gelegenheit mir die Gegend anzusehen. Am Kaunispää, dem Berg in Saariselkä, steht eine Strassenwetter-Webcam. An dieser Stelle ist die Strasse auch nachts beleuchtet.

Die Abfertigung am Flughafen geht rasch, auf einen Kaffee und ein paar Notizen gehe ich dort in die Kaffeeteria. Ein drittel der Passagiere für diesen Flug sind Japaner.

Der Flug nach Helsinki vergeht schnell. Dort habe ich noch Zeit etwas einkaufen zu gehen und schon sitze ich im Flugzeug nach Frankfurt. Auf diesem Flug habe ich drei Plätze zur Auswahl, und ich entscheide mich für den Fensterplatz.
Die Durchsage des Kapitäns lässt mich böses ahnen. In Frankfurt ist es 11°C warm, es regnet und es ist starker Wind. Ich bin wieder in der Heimat.

Tervetuloa Saksasta





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