Reisebericht Griechenland 1994

Steinbach 9.9.94 1.Tag
Abgeholt wurden wir von meinen Eltern um 13:30 Uhr. Ich fuhr den Wagen meiner Eltern, einen roten Opel Kadett, zum Flughafen im Süden von Frankfurt. Als wir Die Koffer abgegeben hatten gingen wir ins Graf Zeppelin , um einen Kaffee in unsere trockene Kehlen zu gießen. Das Graf Zeppelin ist ein Restaurant im B-Terminal von dem aus man die startenden und landenden Flugzeuge beobachten kann.
Als es dann Zeit wurde, gingen wir runter, verabschiedeten uns von meinen Eltern. Durch den Zoll und die Handgepäck-Kontrolle gelangten wir zur Wartehalle. Nachdem die 8 DM Sicherheitsgebühr bezahlt war konnten wir an Bord.
Der Flug ging dann auch pünktlich um 16:15 Uhr ab. Während des Fluges wurden wir ständig mit den Flugdaten über Monitor versorgt. Wir starteten auf der Startbahn West, flogen über Darmstadt, Heilbronn, Nürnberg, Wien, Plattensee, Restjugoslawien und Thessaloniki. Erreicht wurde unter anderem eine Flughöhe von fast 12000 Meter bei einer Außentemperatur von ca. 61 Grad Celsius unter Null. Während der Flugzeit von 2-3/4 Stunden legten wir 1841 km zurück.

Bei der Ankunft in Athen traf uns die Hitze fast wie ein Brett. Es war zwar nur ca. 25 Grad warm, aber ungewohnt und die Luft war auch sehr schlecht.
Die 50 m mit dem Bus zum Terminal hatten wir schnell hinter uns gebracht, aber für die Wartezeit vor dem Gepäckband brauchten wir "etwas Geduld".
Die Einreise durch den Zoll war eine Formsache -ein Wink mit der Hand-, und die Kontaktpersonen hatten wir schnell gefunden. Nun schleppten wir die schweren Taschen zum Bus. Der Transfer zum Hotel war lang, weil die Innenstadt von Athen dauernd mit Autos und Mülltüten überladen ist. Nach ca. einer Stunde fanden wir uns dann im Hotel "Oscar" wieder.
Apotheke Das Oscar ist ein großes, unübersichtliches Gebäude mit einer sehr geräumigen Eingangshalle. An den Decken befinden sich große viereckige Leuchter, welche direkt an der Decke hängen und in denen Spiegel eingelassen sind. Die Spiegel erweckten den Eindruck, als ob sie in Ehren erblasst währen.
Zur linken Hand befand sich die Rezeption. Dahinter ergoss sich eine fast leer wirkende Halle mit zwei großen Sitzgruppen. In der hintersten rechten Ecke dröhnte ein Farbfernseher. In der Mitte befanden sich zwei Aufzüge, links daneben ein Kabuff mit den Informationstafeln der Reiseveranstalter, der dann auch gleich unter der Treppe war. Rechts des Eingangs befanden sich nach einem Raumteiler mehrere Polstermöbel, welche zum sich dahinter befindlichen Barraum, durch einen weiteren Raumteiler getrennt, gehörten. Der Raum um die Bar war mit bequemen Stühlen und runden Tischen möbliert.
Bis wir an der Rezeption unsere Zimmerschlüssel ergattert hatten brauchten wir nur "etwas Geduld". Die Taschen haben wir dann in eine der engen Aufzug-Kabinen gezwängt. Die Aufzüge hatten innen keine Türen, was der Fahrt in den 6.Stock einen gewissen Reiz gab. In der Kabine lief immer Musik und es herrschte eine Temperatur von 35 grad Celsius.
Das Zimmer hatte ein Doppelbett und ein Einzelbett, welches uns zur Kofferablage diente. Das große Bild über dem Bett war schön, hing aber auch schön schief. Die Klimaanlage erfüllte ihren Zweck, aber auch hörbar. Dorothea benutzte dann auch sehr bald die Toilette was ich durch Lärm und Ihr Schimpfen bemerkte. Ich inspizierte derweil den fast Zimmer-großen Balkon, auf dem ein Tisch und 2 Stühle stand. Als ich kurz darauf ebenfalls die sanitären Einrichtungen benutzte, fiel mir der Toilettendeckel mit einem lauten Krachen auf den Boden - da fehlte auf einer Seite die Befestigung.
Hafen in Piräus Jetzt wurde es auch Zeit in die Bar zu gehen, zum Begrüßungscocktail mit unserem Reiseleiter - Thanassis.

Nach der Begrüßung begaben wir uns auf die Dachterrasse zur Bar. Ich orderte eine kleine Flasche Rosewein, und Dorothea dürstete nach "Mineralwater". "Smal or big" fragte der Kellner, "Big" antwortete Dorothea. Eine 1,5 Liter Plastik-flasche, gefüllt mit eiskaltem, stillen Wasser ließ Dorothea`s Kiefer nach unten fallen.
Die folgende Nacht war dann etwas lauter als wir es bisher gewohnt waren. Als wir im Bett lagen hörten wir zunächst im Flur Palaver. Wie sich heraus stellte waren es die Italiener die 2 Stockwerke tiefer ihre Zimmer hatten.
Es war etwa um Mitternacht als ein Quietschen über uns die Nachtruhe unterbrach. Es wurde begleitet von lauten Schlägen, als ob im 7.Stock ein Bodybuilding-Studio untergebracht währe. Erst um 2:00 Uhr wurde es ruhiger.
Am nächsten Tag stellte sich heraus dass unser Zimmer unter dem Pool lag



Athen 10.9.94 2.Tag

Hafen auf einer der Inseln Der Tag hatte schon früh angefangen. Das Frühstück war mittelmäßig. Etwa um 8:30 Uhr fanden wir uns dann im Foyer ein, um im wiederum klimatisierten Reise Bus der griechischen Reise-Gesellschaft "Plotin", zum Hafen von Athen zu fahren.
Nachdem unsere Gürteltaschen gefilzt waren durften wir das Schiff betreten. Als ich auf dem unteren Deck um die zweite Ecke ging wurde ich von zwei Personen, in der wohl landesüblichen Tracht, in die Mitte genommen und fotografiert. HafenansichtDie anderen Passagiere wurden genauso abgelichtet. Die Fotos wurden im späteren Verlauf der Reise zum Verkauf angeboten.
Im Verlauf der ganztägigen Kreuzfahrt liefen wir Häfen auf den Inseln AEGINA, POROS, und HYDRA an.
Zwischendurch gab es einen Mittagsimbiss an Bord. Er erinnerte mich an eine Raubtier-fütterung. Weißer Zettel - Raum für weiße Zettel - anstellen - Essen fassen - Platzzuweisung und essen - aber ZACK-ZACK. Leider hatten wir in den Häfen jeweils nur ca. eine Stunde für einen Rundgang oder zum Baden. (Siehe Bilder Nr.10-12) und (Siehe Bilder Nr.15-16).
Gegen Abend waren wir dann wieder zurück in Athen im Hafen. Wieder zurück in den Bus und durch den Wust aus stinkenden Mofas, Autos und Mülltüten in die einzige Oase der Ruhe die wir noch hatten DAS HOTEL OSCAR.
Die nun folgende Nacht war ruhiger.



Athen 11.9.94 3. Tag

Die Aquille Lauro in Piräus Hafen von Tinos Nach einem kargen Frühstück wurden wir um 7:30 Uhr wieder in den "Plotin-Bus" gepackt und zum Hafen von Piräus geschaff. Hier im Hafen sahen wir die "Achille Lauro". Dieses italienische Kreuzfahrt-Schiff erreichte legendären Ruf als sie entführt wurde.
Nach einer Fahrzeit von 5 Stunden legte unser Schiff in TINOS an. Für zwei weibliche Teilnehmer unserer Gruppe wahr die überfahrt jedoch noch nicht zu Ende, denn sie fuhren weiter zur Insel Mykonos. Beide waren aber abends dann doch im Hotel. Am Nachmittag fuhren wir noch mal in die Stadt. Abends haben Dorothea und ich zum Essen eine Flasche "Maphrodaphne" geleert und wahren auch sehr lustig.



Tinos 12.9.94 4.Tag

Die Terassenlandschaft auf TinosDer Tag stand normalerweise zur freien Verfügung, Im Kloster: Blick auf Tinosaber Thanassis hat eine Jeepsafari organisiert. Bis gegen 9:00 Uhr hatten sich 28 Leute eingefunden, die dann auf 7 Fahrzeuge verteilt wurden. Es waren 2 FIAT-PANDA, 1 VW-BUGGY, 1 MINNI-MOOG und 3 SUZUKI-JEEP'S. Die ängstlichen Herrschaften fuhren bei Thanassis im Fiat mit. Der Rest verteilte sich auf die übrigen Autos. Die restlichen 20 Leute der Gruppe hatten andere Interessen.
< href="Griechenland 1994 Bilder.htm" onClick="popimage('../travelpic/Griech94/9409F2 27k.jpg');return false">Die GruppeEin Belgier aus unserer Gruppe hatte mit einem ausgeliehenem Mofa einen Unfall, Mindmühlenbei dem er sich nicht leicht verletzte und ärztlich behandelt werden musste.
Im Verlauf der Tour besuchten wir unter anderem das Kloster, und erfuhren auch das Tinos die Insel der Winde und eine heilige Insel ist. Touristen ist im August der Zutritt nur für wenige Stunden am Tag gestattet, um die Pilger nicht zu stören.
Es war ein anstrengender aber auch sehr schöner Tag. So wie die erste Nacht war auch die zweite sehr windig und ich wurde des öfteren wach.


Tinos 13.9.94 5.Tag
Das Ende der JeepsafarieDen Vormittag hatten wir zur freien Verfügung. Um 12:00 Uhr wurden wir mit den Koffern am Hotel von einem Bus abgeholt. Am Hafen erwarteten wir das Fährschiff "NAIAS", welches uns nach MYKONOS bringen sollte. Die Fahrzeit betrug ca. 45 Minuten.

Nach einem Spießrutenlauf durch eine enge Gasse von Menschen die ihre Zimmer an die frischen Touristen verkaufen wollten, bei dem die Reisetaschen immer wieder nach hinten weggerissen wurden, erreichten wir dann endlich Thanassis. Er verteilte uns an verschiedene Männer, welche aus dem Knäuel von Menschen und zum Teil verkratzten Hotelbussen auftauchten.
Hardrock Cafe in MykonosDorothea und ich wurden zusammen mit den 3 Belgiern in das Hotel "MARIANNA" gebracht. Das Hotel lag oben auf der Insel, auf der Hälfte der Strecke nach Platis Beach. Die Leute im Hotel waren nett, hatten aber mit uns so ihre sprachlichen Probleme. Ca 200 Meter Richtung Mykonos gab es eine Bäckerei, deren Besitzer einen sehr guten Cappuccino zu machen verstanden. Im Vorhof des Ladens gab es für solche Anlässe auch immer ein schattiges Plätzchen.
Am Nachmittag begaben wir uns dann "per-Pedes" in den Ort - nach Mykonos. Dorothea hatte den "GOLD-STORE" empfohlen bekommen. Das Geschäft befand sich direkt am Hafen, wo wir es dann auch bald fanden. Den Abend ließen wir dann gemächlich ausklingen, jedoch nicht ohne uns im Hotel eingefunden zu haben.


Mykonos 14.9.94 6. Tag

Ausgrabungsstätte auf Delos Das Frühstück war reichlich -nicht zuviel- und sehr gut. In den anderen Hotels war es angeblich nicht so zufriedenstellend. Wir hatten dazu außerdem viel Zeit. Kurz vor 9:00 Uhr liefen wir beide vor zur Strasse um den Bus zu erwarten.
Die Belgier hatten den heutigen Ausflug nicht im Programm, wobei der mit den Verletzungen dazu auch nicht in der Lage gewesen währe.
Theaterzysterne auf DelosDer Bus war für griechische Verhältnisse überpünktlich und wir wähnten uns nach kurzer Zeit am kleinen Fährhafen in Mykonos. Thanassis teilte der Gruppe mit dass er die Exkursion auf Delos nicht mitmachen würde. Es war zunächst unverständlich. Wie ebenso unnötig, denn auf der Insel wurden die Besucher, nach Sprachen sortiert, geführt.
Auf die Führung kann ich jetzt nicht näher eingehen, da sie auch schon ein Buch füllen würde, nur soviel, dass Delos das Zentrum der Kykladen ist und der religiöse Mittelpunkt der ägäis während der Antike war, wir zwischen den Trümmern eine geballte Ladung Kultur vorgesetzt bekamen, und die Sonne mangels Schatten unseren Körpern eine andere Farbe gab (siehe Bilder Nr.52-64).
Als wir nach Mykonos zurückkamen wartete Thanassis schon auf uns, und wir verabredeten uns mit ihm und ein paar Leuten der Gruppe für den Abend.
Vom Hotel auf gingen wir noch mal zu "unserer Bäckerei" und zogen uns einen Cappuccino rein. Später machten wir uns fertig um mit dem Bus in den Ort zu fahren. Der Bus war total überfüllt aber für 2 Leute wie uns reichte es. Um 9:00 Uhr tauchte Thanassis mit seiner Freundin Tanja auf, einer netten Schweizerin, die er letztes Jahr auf Naxos kennenlernte, und wenig später waren wir mit 7 Personen komplett.
Zuerst gingen wir in eine Taverne, die einer Holländerin gehört, und in der man sehr gut essen kann. Dort machten wir auch die Bekanntschaft von Pedros, als er sich einen geklauten Fisch zurechtlegte und sich in den Hals schüttelte. Pedros ist das Wahrzeichen von Mykonos und ein Pelikan.
Später gingen wir noch in die "Skandinavien Bar" wo ich mir 3 OUSO mit SPRITE reinzog. Es dauerte aber nicht lange und ich stand mit Dorothea allein da, weil die Anderen keinen Bock mehr hatten. übernachtung auf MYKONOS.



MYKONOS 15.9.94 7.Tag

Platis BeachDer Tag stand zur freien Verfügung, und das Wichtigste heute war dass wir in die andere Richtung gelaufen sind und den Strand am anderen Ende der Strasse gefunden haben. Er war schön und wir haben ca. 2 Stunden für unseren Körper investiert. Den Rest des Tages weilten wir vorwiegend in Mykonos.
Der Toiletten-Deckel in unserem Bad hat einen Riss. Dorothea hatte es bemerkt als sie sich die Haut einklemmte.



MYKONOS 16.9.94 8.Tag

Gasse in NaxosHeute sind wir schon eine Woche in Griechenland. Das Schiff "EXPRESS-PAROS" hat uns um 9:00 Uhr am Hafen erwartet, um u.a. unsere Gruppe nach "NAXOS" zu bringen. Die Fahrzeit dauerte ca. 1 1/2 Stunden.
Dort angekommen standen wir uns in der Hitze erst mal die Füße rund und hörten uns das Palaver der Busfahrer an. Sie wollten das Hotel "Fikas" nicht anfahren, weil die Zufahrt zu eng war. Der Transfer zu diesem Hotel, in dem wir auch wohnten, wurde mit Taxis durchgeführt. Die ganze Gruppe war auf 3 Hotels verteilt.
Das Taxi war ein verbrauchter, alter Mercedes wie man ihn in Deutschland schon lange nicht mehr findet. Das Armaturenbrett und die Ablagen war übersät mit Staub und Krimsgram. Die Sitze gaben unserem Gewicht ohne großen Widerstand nach, was auf hohen Verschleiß schließen ließ. Der Kofferraum konnte die schweren Taschen nicht fassen und musste offen bleiben.
Als wir im Hotel ankamen, musste ich mich gleich meiner überflüssigen Kleidung entledigen und den Pool testen. Es war erfrischend, denn in Naxos war trotz etwas Vegetation die Hitze zu groß. Rund um Naxos standen an den Feld-Rändern "Zyperngras", dass bis zu 6 Meter hoch war.
Dorothea hatte sich dem Magen verdorben und ließ sich von Elke ein paar Pillen dafür geben.



Naxos 17.9.94 9.Tag

AmphorenAuch heute wurde ich, wie in vielen der letzten Nächte, wieder sehr früh wach. Um 6:30 Uhr habe ich mich dann auf den Balkon gesetzt und erst mal eine geraucht. Um mich herum machten die Hähne und Esel einen unglaublichen "Lärm", aber es hörte sich trotzdem gut an.
Den Tag hatten wir zur freien Verfügung, und wir verbrachten ihn in der Stadt und am Pool. Den Abend verbrachten wir bei einem griechischen Abend im Hotel "KAVURAS". Essen und Trinken gab es bis zum Abwinken und wir haben bei Retzina des Öfteren "Jammas" gesagt.



Naxos 18.9.94 10.Tag

Sancho Pansa - der EselHeute haben wir alle zeitig gefrühstückt und uns vorne an der Hauptstrasse getroffen um auf unseren Bus zu warten. Der Bus kam dann auch fast eine Stunde zu spät zur Rundfahrt über die Insel. NAXOS ist die größte und reichste der Kykladeninseln. Hier trafen wir auch "Sancho Pansa"
Wir besichtigten u.a. das Museum in Apiranthos und die antiken Steinbrüche, wo der teuerste Marmor der Welt herkommt - Angabe des Reiseleiters. Aus diesem Marmor soll auch das Grab von Napoleon gefertigt sein. Hier habe ich mir auch ein paar schöne Steine an Land gezogen.
In Erwartung der Gebirgs-Strassen sagte Thanassis im Bus zu uns allen "Die Strasse wird ein bisschen eng werden , aber der Busfahrer macht das schon seit 17 Jahren. Die Strecke"HABEN SIE VERTRAUEN". Der Busfahrer brachte uns dann auch sicher und souverän durch die hohen Berge.
An der Nordküste - in Apollonas - haben wir den Rest eines unvollendeten Kouros gesehen. Vermutlich sollte es APOLLO werden. Das KunstwerkDas Werk wurde aber nicht vollendet, weil im Kinn und in der Brust Risse durch den Marmor liefen.
Nachdem wir wieder im Bus saßen fuhr der Fahrer den Bus ca. einen Kilometer rückwärts zurück zur Hauptstrasse und dann in den Ort.
Jetzt hatten wir 2,5 Stunden Zeit zum Essen und Baden. Mit meiner kurzfristig besorgten Schwimmbrille konnte ich einen Hand-großen Krebs, ich nannte ihn Zehenkneifer, sehen.
Als die Zeit gekommen war gingen wir zurück zum Bus, doch der stand mit den Hinterrädern im Hafenbecken. An dieser Stelle werden normalerweise die Boote zu Wasser gelassen. Die BuchtDer Bus war beim Anfahren rückwärts gerollt und über die schräge Kaimauer gerutscht. Das rechte Vorderrad hing ca. einen halben Meter hoch in der Luft. Nach einer halben Stunde stand ein lokaler Bus zur Verfügung und zog unseren Bus aus dem Wasser. Vorher mussten wir alle aber den lokalen Bus mit unserem Gewicht belasten. Nach einer weiteren halben Stunde ging unsere Fahrt mit einem weiteren Bus weiter. Der "17-jährige Busfahrer" fuhr ohne uns zurück.
Im Verlauf der Tour sahen wir noch die älteste, byzantinische Kirche in Griechenland.
Für den Abend hatten wir eine Pool-Party geplant. Die meisten der Gruppe nahmen zwar nicht teil, aber es war lustig. Um 23:00 Uhr war aber mit meiner Kondition auch nicht mehr viel anzufangen. Gegen 00:00 Uhr wurden wir mit dem Hotelbus wieder in unser Hotel gefahren.



Naxos 19.9.94 11.Tag

Nach dem Frühstück kam um 9:30 ein kleiner Lastwagen. Mit ihm wurde unser Gepäck zum Hafen von Naxos gebracht. Um 9:45 Uhr fanden wir uns an der Hauptstrasse ein, um vom Reisebus ebenfalls zum Hafen gefahren zu werden.
Um 10:45 Uhr fuhr die "APOLLON-EXPRESS" zu unserer letzten Insel - nach Paros. Es dauerte ca. 1 Stunde.
In Paraikia, der Hauptstadt von Paros wartete bereits unser Bus. Der Fahrer hatte allerdings nur 2 Jahre Erfahrung auf diesem Bus (!?). Die Fahrt zu unserem Hotel "KUROS" dauerte ca. eine halbe Stunde. Ein Teil der Gruppe wurde im Hotel "SWISS-HOME" einquartiert.
Das Hotel Kuros war eine Augenweide. Eine üppige Vegetation umgab das Hotel. Es war eingeteilt in ein Haupthaus und einige Nebengebäude. In einem der Nebengebäude war unser Zimmer. Der Pool lag neben dem Haupteingang vor dem Hotel.



20.9.94 12.Tag
Hafen in Paraikia Nach dem üppigen Frühstück, welches wir uns hier selbst zusammenstellten, wurden wir um 10:00 Uhr vor dem Hotel abgeholt. Es sollte die letzte Inselrundfahrt in diesem Urlaub sein. Auf der Rundfahrt (siehe Bilder Nr.113-122) besuchten wir unter anderem die berühmten Marmorsteinbrüche, das Dorfes Lefkes und den Fischerortes Naussa, der für seine Architektur im Kykladenstil bekannt ist. Ach ja! , Zu diesem Ort gehört unser Hotel.


Naussa 21.9.94 13.Tag

Heute sind wir Morgens nach Paraikia gefahren, der Hauptstadt der Insel PAROS. Wir waren zwar gestern schon hier, aber die Zeit war zu knapp für einen ausgedehnten Stadtbummel.
Hafen in ParaikiaFür abends war eine Poolparty geplant. Um 20:00 Uhr hatte sich der größte Teil der Interessenten eingefunden, nur unser Reiseleiter nicht. Er und seine Begleiterin erschienen dann so gegen 21:00 Uhr.
Es war ca. 21:10 Uhr als "Thanassis" zum Flug in den Pool ansetzte, natürlich unter Mithilfe von zwei kräftigen Helfern. Mit am Körper klebenden Klamotten zog er eine breite Wasserspur hinter sich her, als er mit hängendem Kiefer und langem Gesicht aus dem Pool schlurfte.
Eine ca. 60-jährige Österreicherin - mit "kräftigem" Körperbau und ebenso breitem Kopf - mokierte sich währenddessen": So eine Schweinerei, mit den verschwitzten Schuhen und mit den Kleidern, da muß doch das ganze Wasser abgelassen werden. Außerdem ist das verboten."
Nur sie hat nicht gelacht.
Von uns war keiner mehr im Wasser. Es war schon zu kalt. Nach einer halben Stunde war Thanassis wieder bei uns - mit trockenen Sachen.



Naussa 22.9.94 14.Tag

Der Tag in diesem Hotel endete gegen Mittag. Um diese Zeit begann der Transfer zum Hafen von Paraikia (siehe Bilder Nr.131-132) und Fahrt mit dem Schiff zu unserem Ausgangshafen in PIRäUS (siehe Bilder Nr.133-134). Die Fahrzeit betrug 5 1/2 Stunden. Von Piräus aus fuhren wir mit dem Bus zum Hotel Oscar in ATHEN.
Blick auf Athen Am Abend trafen wir uns mit der ganzen Gruppe und mit Thanassis zu einem letzten gemeinsamen Essen. Thanassis führte uns zu einer Taverne, die wir nach ca. einem Kilometer zu Fuß erreichten. Durch eine Tür betraten wir die Taverne und wurden durch ein rustikales, leeres Lokal in den Hinterhof geführt. Hier stand für uns schon eine große L - förmige Tischreihe. Der Wirt sprach auch nur griechisch , weshalb Thanassis dann auch die Bestellung aufnahm. Das Angebot war nicht sehr groß aber sehr schmackhaft und wie sich später herausstellte äußerst preiswert.



Athen 23.9.94 15.Tag

Um 12:00 Uhr mussten wir das Zimmer räumen. Das Gepäck ließen wir an der Rezeption stehen und machten uns in Richtung AKROPOLIS auf (siehe Bilder Nr.135-136).
Bei uns war noch das ältere Ehepaar aus Berlin, ihr Flug nach Berlin ging erst um 23:30 Uhr. Unser Flug sollte planmäßig um 21:15 Uhr stattfinden. Außerdem befanden sich in der Gruppe noch 2 Paare die auch nach Frankfurt wollten. Demnach hatten wir reichlich Zeit.
Die ca.3 km zur Akropolis legten wir zu Fuß zurück. Der Weg führte vorbei an fliegenden Händlern, solchen mit Karren oder einfachen Tischen. Es wurden Jeans (vornehmlich DIESEL) direkt von der Straße (vom Boden) verkauft. Jeder pries seine Wahre lauthals an. Kaufhäuser wie in Deutschland sahen wir hier nicht. Das Fleisch verkauft man hier aus riesigen Hallen. Sie sehen aus wie die großen Basare im Orient, vorn offen und endlos lang.
Die Menschen bewegen sich auf der Strasse, da die Gehwege zugeparkt oder mit Verkaufsständen zugestellt sind. Und auf den Strassen? , Na ja man bewegt sich eben. Am besten man touchiert nicht den Spiegel von einem Auto oder einen von tausenden Mopedfahrern, beide könnten stärker sein.
Die Fußgänger? . In Athen gibt es nur schnelle oder tote Fußgänger. Die Lebenden zwängen sich durch enge Straßen-Schluchten zwischen hupenden und z.t. grässlich stinkenden Fahrzeugen. Getrieben von Hintermann [man hört ihn atmen] steht fast auf dem Absatz des Vordermanns.
Athen ist aber nicht nur "Moloch" und "rückständig".
Hier gibt es etwas was ich nur noch aus der Erinnerung kenne, oder aus Basel, Elektrobusse.
Nachdem wir das Händlerviertel durchquert hatten, kamen wir vorbei an den besseren Läden. Heute weiß ich dass wir näher am Parlament waren. Unser Führer, Dorothea und mich erinnerte er an Arnold Schwarzenegger, hatte die Karte und ging meistens vor. Manchmal sahen wir schon die Akropolis, mussten den Felsen aber erst noch ersteigen. Die Zahl der Souvenir Geschäfte und der Tavernen nahm stetig zu.
Dort oben hat man einen erhabenen Ausblick, und wenn kein Smog vorhanden ist, auch weit.
Auf dem Rückweg gingen wir auch am Parlament, am Grabmal des unbekannten Soldaten, vorbei und sahen uns die Ehrenwache an. Die Wachen müssen bis zu 2 Stunden hier in der Sonne stehen. Wenn sie "schreiten" tun sie das fast in Zeitlupe.
Das Ehepaar ging nicht mit zur Wache denn es war echt viel zu heiß. Sie gingen in Richtung Hotel weiter, wurden aber von uns gerade so wieder eingeholt. Leider gibt es nicht mehr allzu viele Leute in diesem Alter, die solche Märsche in brütender Hitze durchhalten können. Im Hotel haben wir uns mit coolen Drinks selbst belohnt.
Nach einigem Zeitverplempern begann für alle, die nach Frankfurt wollten, um 18:30 Uhr im Hotel der Transfer zum Flughafen. Der Kapitän teilte mit dass der Flug mit einer Stunde Verspätung, also erst um 22:15 Uhr abgehen sollte. Die Fluglotsen hatten "SLOW GO" Streik angesagt. Die Wartezeit im Flugzeug wurde mit Getränken und Videos überbrückt.
Uns war ein Fensterplatz auf der rechten Seite beschieden. Dadurch hatten wir beim Start einen großartigen Ausblick auf die hellen Straßen von Athen. Im späteren Verlauf auch über andere Städte, die überflogen wurden. Meine Eltern erwarteten uns bereits in Frankfurt.



ENDE

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