Urlaub in Finnland, Schweden und Norwegen 1998
1998 bereisten wir Finnland, Schweden und Norwegen. Im Norden Europas hat in den ersten September-Wochen bereits der Herbst begonnen und das Laub hat sich bereits goldgelb verfärbt. Die Stille und die romantischen Sonnenuntergänge sind Balsam für die Seele und sind immer wieder ein Erlebniss.
Sonnenuntergang in Lappland
 
Die Fahrt ging über den Polarkreis, dort wo der Nickolaus wohnt. Ihn haben wir wohl gesehen und einen Auftrag gegeben, aber nicht mit Ihm gesprochen. 50%
Übernachtet haben wir teilweise in solchen Blockhäusern welche manchmal an einsamen Seen und Flüßen lagen. Mindestens einmal am Tag sahen wir Sonnenschein und Regen. 
Triptichon der Kirche von Jukkasjärvi
Das berühmte dreiflügelige Altarbild aus Teakholz mit der Darstellung vom religiösen Erwachen des Laestadius ist ein Werk des Professors Bror Hjort. Es zeigt die Festlichkeiten der LKAB aus Anlass de 350~jährigen Bestehens der Kirche. Im linken Teil des Werkes sehen wir Lars Levi Laestadius wie er die Sünden der Lappen und Siedler anprangert. Ein Gastwirt wirft mit Stücken eines Branntweinfasses, ein Ren lungert herum, zwei Personen, die im überfluss gelebt hatten, werfen sich gegenseitig das unzüchtige Leben vor. Im mittleren Gemälde erscheint der Blitzstrahl des Gesetzes Jesu; Blutstropfen fallen auf den Felsen und werden zu Früchten. Zu Füßen des Kreuzes wächst die wilde Narzisse, Sinnbild der Auferstehung. ' Der rechte Teil zeigt eine Sommerlandschaft als Versinnbildlichung der Vergebung, in der nördlichen Morgendämmerung. Durch das Lappenmädchen und Mithilfe des Asele wurde Laestadius der göttlichen Gnade versichert. Auf der Brust des Priesters prangt der Orden der französischen Ehrenlegion: er war eine Anerkennung für Entdeckungen in der Pflanzenkunde. Zur Rechten des Priesters, sein Schüler und Gehilfe Johan Raatamaa. Ein Lappenmädchen im Zustand religiöser Verzuckung tanzt den "Lükutuksua"; neben ihr, zwei soeben Bekehrte bei der Beichte. Die Beichtszene mit der Umarmung ist wie eine Bitte der ganzen Menschheit um Vergebung im Namen und durch das Blut Jesu.

Jean Frangois Regnard
gilt als "erster Tourist Lapplands" zusammen mit zwei Freunden reiste er im Sommer 1681 in einem kleinen Boot den Tornefluss aufwärts. Als sie in ein Sumpfgebiet des Flusses gerieten, meinten sie, das Ende der Welt erreicht zu haben und prägten eine Inschrift in einen Stein, den man allerdings noch nicht gefunden hat; aber eine hölzerne Nachbildung dieser Inschrift ist in der Kirche von Jukkasjärvi aufbewahrt. Den lateinischen Wortlaut kann man frei etwa so übersetzen: Gallien ist unser Geburtsland, wir sahen Afrika, wir tranken vom heiligen Wasser des Ganges. Ganz Europa haben wir bereist; die Reiselust trieb uns über Länder und Meere. Schließlich kamen wir in die Nähe des Nordpols. wo die Welt aufhört.

Die Kirche Jukkasjärvi.
Jukkasjärvi war ursprünglich ein bedeutender Markt, Handelszentrum und Steuereinnahmestelle der Lappen. Da die Lappen ihre Familienangehörigen hier bestatteten wurde 1608 eine kleine Kapelle errichtet, allerdings erst im 18. Jh. fertiggestellt, so wie wir sie heute sehen. Bei Erneuerung der Kirche kam unter dem Fußboden ein Grab zum Vorschein: hier waren die Siedler, einige Lappen und Priester begraben - manche so gut erhalten, als hätte man sie einbalsamiert.
Zu den Kirchweihen wird nicht nur Messe gelesen, sonder auch altes Wiedergefundene geehrt, selbst durch Messen. Das größte lappische Kirchenfest findet nach alter überlieferung am Herbstende statt.
 

Sjödalen im Süden Norwegens
   1998 - 2013 Gerhard Berkefeld-Drucks .