Reiseplanung

An diesem Tag mußte ich schon früh aufstehen, denn viertel vor elf ging es los mit der Finnair nach Helsinki. Um 14:00 bin ich in der Finnische Hauptstadt ankommen Kittilän lentoasema - Bild vom Anflug auf Kittilä in Lappland und habe die Zeit bis zum Weiterflug nach Kittilä irgendwie verbracht.
Der Flug dauerte nicht ganz 1 1/2 Stunden, so dass wir gegen 18:00 Uhr in der Dunkelheit in Kittilä ankamen.

Info über den Flughafen Kittilä

Hier ist das Sleddogcenter Allein der Gang über das Vorfeld zeigte uns schon "Hier ist es kalt" mit jedem Atemzug frohren die Nasenhaare zusammen. Bei unserem Kontaktmann, unser zukünftiger Busfahrer, sammelten sich immer mehr Leute um auf weitere Gäste aus der Schweiz zu warten.
Wjuhu - Einer der Wheeldogs in meinem ersten Team Nach langem Warten bestiegen wir den Bus um endlich zur Äkäskero Wildernes Lodge zu fahren.
Ein lustiger Mensch der Busfahrer, teilte uns noch mit dass die Heizung im Bus etwas kaputt sei. Das Thermometer zeigte -27°C. So fuhren wir über 40 km in einem kaltem Bus. Der Fahrer fuhr als wenn diese Fahrt ein Teil der Lapplandrally währe

Nachdem ich das Zimmer bezogen hatte ging ich, wie alle anderen auch, zum ersten gemeinsamen Essen. Danach wurden wir in fünf Gruppen eingeteilt. In meiner Gruppe waren Kathleen, Dany, Annette, Cindy und Erwin. Ralph, unseren Guide, sollten wir erst am nächsten Tag kennen lernen.
Zum Abschluß des Abends bekamen wir von Antje unsere Ausrüstung für die nächsten Tage. Irgend wie war mir alles 3 km zu gross, hatte aber schon seine Berechtigung. Kleidung die man mitnehmen will zieht man am Besten an.


Der zweite Tag
Frühstück um acht, Abfahrt zum Hundecamp um neun. Im Hundezwinger
Mein Gespann im Hundezwinger
Ralph führte uns zu den Zwingern in denen schon die Schlitten standen. Er beschrieb uns wie die Hunde anzuschirren sind, was am Schlitten und dessen Gebrauch zu beachten ist und den damit verbundenen täglichen Aufgaben. Bis es dann los ging mußten wir die Hunde einfangen und einspannen. Vor jedem Schlitten liefen vier Hunde, Ralph hat sechs Hunde.
Ralph fuhr als Erster durch das Tor und ich wollte mein, die Hunde anspornendes, "OK" geben als die Hunde eine Beißerei anfingen Im Hundezwinger . Ich hatte Mühe sie auseinander zu bringen und aus den Zugleinen zu befreien - alle warteten nur noch auf mich.
Bei Durchfahren des Tores wurde der Schlitten hart gegen den Pfosten gezogen. Das Thermometer im Overal zeigte -15°C. An die Kälte mußte ich mich erst noch gewöhnen. Die Bäume waren hoch mit Schnee bedeckt. Alles lief gut, nur Wjuhus Pfoten machten mir Sorgen. Sie hatte zwischen den Zehen lange Haare, so dass sich immer Eisklumpen bildeten. Ich musste vier mal anhalten um die Pfoten zu reinigen. Bei letzten Halt bekam sie wegen einer Verletzung hinten zwei "Booties".
Bis zu dem langen Berg lief alles ganz gut, aber die Steigung hat uns alle geschafft. Am Ende der Fahrt trafen sich alle Gruppen in der Kota wo wir zum aufwärmen eine Suppe bekamen. Zum Abschuss der Touren soll es hier schon zu Schlägereien zwischen den Gruppen um die letzte Suppe gekommen sein - Musher Geschichten ???

Mein Gespann im Hundezwinger
Mein Gespann im Hundezwinger
Mein Gespann im Hundezwinger


Der dritte Tag
Meine Racker warten Wann geht es weiter Immer noch warten Abgeholt wurde wir wie am zweiten Tag. Die Annehmlichkeiten des Hotels würden wir einige Tage hinter uns lassen müssen. Jeder bekam für die Hüttentour ein neues Hundeteam. Wegen des Gepäcks und der Vorräte hatte Ralph acht Hund, alle anderen fünf Hunde im Team. Die Reihenfolge der Hunde sollte sich im Laufe der Tour nicht mehr ändern.
Als Leaddogs hatte ich Xylitol und Pältsä, als Swingdog lief Hossa und als Wheeldogs Janna und Jennis.
Wie schon am ersten Tag als die Hunde an der "Gangline" standen erhob sich heftiges Geheule bis das befreiende "OK" kam. Als blutige Anfänger (Rookies) kannten wir nur die Kommandos "OK" und "Halt"
.. einfach nur laufen Dieses Mal wurde ich von Beißereien verschont und hatte einen guten Start.
Ralph führte uns über eine der schönste Strecken die das Camp auf der Wildernesstour zu bieten hat. Die Bilder sprechen eine eigene Sprache. Schnee in der SonneAm Ende des Tages wurde uns beschrieben wie die "Gangline" verlängert und daraus ein übernachtungssystem gebaut wird.
Die Hütte an diesem Tag war uhrig und klein, hatte kein Licht und es gab kein fließendes Wasser. Gegen die Dunkelheit gab es Kerzen. Das meine Truppe bei der ArbeitWasser holten wir vom Sumpf. Dort gab es einen zugefrorenen Brunnen den wir mit einer Axt aufhackten, um mit einer Schöpfkelle das Wasser zu holen.
Die erste Handlung in einer neuen Hütte war dass der Ofen angemacht werden musste - "Ofen, Ofen, Ofen, Ofen !!!!" Auch der in der Sauna. Die Hundewürste mussten für die weitere Verarbeitung angetaut werden.Am späten Abend habe ich Ralph auf seinem nächtlichen Kontrollgang zu den Hunden begleitet. Jede Pfote der kleinen Arbeitstiere wurde kontrolliert und versorgt. Das macht er jeden Abend und bei jedem Wetter
Der Ofen in der Hütte wurde in dieser Nacht zwei mal aufgefüllt, so dass wir am nächsten Morgen mollige 15°C hatten.
Winterwald
Vorsicht ! Headbanger
schon wieder warten


Der vierte Tag
Das Nachtlager
meine Leaddogs
Dieses Bild hatte ich täglich vor Augen
Nach dem Frühstück Holz hacken und auffüllen damit die nächste Truppe sofort Feuerholz hat, Hütte und Sauna "propper clean" verlassen, alle Klamotten wieder in die Schlitten packen, Hunde anschirren. Meine sibirische Schwestern Die Karabinerhaken lassen sich mit dicken Handschuhe nicht bedienen und müssen teilweise mit den Händen aufgetaut werden.
Schneeskulpturen Schneeskulpturen In dieser Nacht hatten wir bis zu -39°C. Die Hunde Liegen wieder in ihren Kuhlen, die sie über nacht in den Schnee geschmolzen haben, und werden nacheinander an der "Gangline" befestigt. Das Gebell einzelner Hund steckt schnell an und endet wie so oft in aufgeregtem Geheule bis es dann endlich los ging.
Ralph bei der Zubereitung des Abendessens Die Hütte bei Nacht Die Fahrt führte uns durch die gleiche Landschaft wie am Tag zuvor, auch das Wetter war super. Die Sonne bescherte uns Temperaturen um -30°C. Die Hunde machten ihre Sache gut und man begann sich aneinander zu gewöhnen. Gegen Ende des Tages überquerten wir eine Straße , befuhren einen großen See und erreichten nach dessen Ende auf einer großen Lichtung unsere heutige Hütte. Die Anlage war weitläufig angelegt hatte eine Doppelhütte für zwei Gruppen und eine bezinbetriebene Wasserpumpe. Weniger Kleidung war nicht möglich Unser Opas (Fremdenführer) Ralph Der pure Luxus. Das spritzende Wasser legte einen Eispanzer um meine Beine. Im Innern der Hütte gab es zwei Räume und eine große Küche. Unter den Fenstern befanden sich Heizkörper. Zentralheizung ? Es gab eine Zentralheizung, ein viel zu kleiner Holzofen stand in dem größerem Schlafraum. Erwin bemühte sich sofort dem Ofen Leben einzuhauchen. Nach einer Stunde hatten wir mollige 5°C. Ralph bereitete während dessen in Dampf gehüllt das Abendessen. In der Küche wollte es nicht warm werden. Das Rentiergeschnetzelte mit Preiselbeertoping war für mich das Highlight des Abends.
Der einzige Ort an dem es ertäglich war, war die Sauna oder der Schlafsack.



Der fünfte Tag
Unsere Tiefkühlhütte Wenn man den Kopf nicht aus dem Schlafsack gesteckt hat war es in dieser Nacht auf den oberen EtagenNoch ruhen die Hunde der Betten erträglich. Diesen Vorteil hatte aber nur die Hälfte unserer Supertruppe. Der Ofen war schon lange kalt und der Blick auf das Thermometer draußen ließ keine bessere Laune aufkommen.
Die Hunde waren auch nicht bereit sich freiwillig aus ihren Kuhlen zu bewegen.
Das Einzige was heute noch aufrecht erhält ist "back on track".
Meine Digitalkamera läßt mich im Stich, ich könnte kotzen. Nach wenigen Noch ruhen die Hunde Der Pumpemverbau mit Wasserleitung Kilometern passieren wir wieder eine Straße. Wieder mal eine lange Prozedur, Erwin muß wieder von ganz hinten zur Straße.
Dass wir direkt vor dem Hundecamp waren merkte ich aber erst als meine Hunde nach dem überqueren der Strasse nicht lange Geduld hatten und zur Seite zur Einfahrt zum Camp ausbrachen. Sie rissen sogar die beiden Schneeanker mit.
Auf der Weiter Fahrt hatte keiner der Hunde mehr den richtigen Zug. Meine Hunde ließen sich nach einiger Zeit aber dann doch wieder etwas motivieren und wir kamen gut an unserer letzten Hütte an. Der Rest lief fast schon automatisch ab


Der sechste Tag
Ralph kam morgens rein, sagte was von -12°C und Schnee und machte die Gasfunzel an der Decke an. Meine Kleinen hatte Ralph am Abend schon in die Hütte verfrachtet. Nach dem Laden die Hunde noch schnell an den Schlitten montiert und dann gings auch schon los durch den Neuschnee. Der fallende Schnee behinderte die Sicht. Stellenweise lief es recht schnell bergab, es war gut. An der Stelle wo uns die Die Gruppe Die Kota im Camp Motorschlitten begegnet waren ging ein Ruck durch den Schlitten und die kleinen Racker gaben noch mal richtig Gas. "Die nächste Kurve um den Baum rum geht oder geht nicht" dachte ich mir und ließ den Schlitten laufen. Nach kurzer Zeit war ich scheinbar alleine auf dem trail. Ralph sagte er währe hinter Rentieren gewesen, weshalb alle Hunde an dieser Stelle so schnell waren.
Relativ schnell waren wir zurück im Camp, entluden die Schlitten und ließen die Hunde im Zwinger laufen. Kurz nach 18:00 Uhr haben wir uns in der Lobby des Hotels wieder getroffen. Die Ausrüstung wurde zurück gegeben und alle Gruppen trafen sich mit ihren Guides zum abschließendem Essen der Tour.
Wir verabredeten für den nächsten Tag eine Schneeschuhtour zum sieben km entfernten Hundecamp um dort letztmalig Ralph und "unsere Hunde" zu sehen.


Der siebte Tag
Im Tiefschnee während der Wanderung Mein Leithund Xylitol und ich Unser Opas (Fremdenführer) Ralph Für diesen Tag hatte ich mir von Anfang an eine Fahrt mit einem Motorschlitten vorgenomen, habe das aber im Laufe der Reise schon verworfen. Die Tour zum Camp war mir lieber. Im Hotel wurden bestimmt Wetten abgeschlossen ob wir in den Wäldern gesucht werden müssen. Aber gegen ein verschworenes Team kann man da nicht wetten, natürlich haben wir den Weg gefunden. Es hat ein bisschen geschneit, war aber mit -6°C viel zu warm.
Unser Busfahrer hat uns später im Camp abgeholt und wie der Henker ins Hotel gefahren.


Der achte Tag
stand einzig für die Abreise zur Verfügung. Die Heizung im Bus war wieder in Ordnung - alles Show?? Der Abflug in Kittilä fiel mir schwer, war das unter mir schwindende Lappland doch für eine Woche meine Heimat geworden.
Den mehrstündigen Aufenthalt in Helsinki habe ich mit etwas Shopping verkürzt.

Wieder Daheim
Erwin hatte es freundlicherweise übernommen den zur Reise gehörenden Videofilm mit seiner Kamera aufzunehmen, zu schneiden und an uns zu senden.
Erwin, an dieser Stelle noch mal vielen Dank für deine Mühen.
Besonderen Dank an unseren Guide Ralph. Er hat uns mit den Hunden verantwortungsvoll, und ohne Verletzungen, durch die winterliche Einöde geführt.


ENDE

Die ersten drei Bilder entstammen der Websites von Finnair, Sleddogcenter und NASA



   1998 - 2013 Gerhard Berkefeld-Drucks .
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