Scandinavien 2002

Fahrt zur Küste

Die Planung der Reise begann schon am Ende des letzten Jahres, als wir einen Kurs in finnisch belegten, bei dem ich ich heute noch mühe. Wenigsten habe ich jetzt einen Hauch einer Chance unsere europäischen Nachbarn zu verstehen. In den letzten Tagen habe ich den CD-Wechsler instand gesetzt, damit wir etwas Musik in den einsamen Weiten Skandinaviens hören können.

Die Abfahrt, fand am 19.7.2002 am frühen Morgen statt.
Der Kofferraum ist voll bis unter das Dach, der Tank bis zum Rand. Wir fahren mit meinem geräumigen, deutschen, Kombi - es ist schon die vierte Fahrt die er nach Scandinavien macht - nach Travemünde. Es ist eng im Auto, und das zugeladene Gewicht schiebt ungewohnt stark. Mit der Fähre nach Trelleborg, Fahrt nach Stockholm, Fähre nach Turku in Finnland.

Die Mannschaft :
Dorothea, sie sorgt für das leibliche Wohl während der Fahrt
Julia, zuständig für die Navigation und Zweitfahrer
Gerhard (das bin ich), Fahrer und Navigation

Abfahrt um 7:15 Uhr und um 13:30 Uhr waren wir in Travemünde. Zum Einchecken gabs den ersten Schock. für uns war nur eine Baby Kabine gebucht und wir mußten nach vor Ort buchen. Um 20:00 Uhr sind wir zum Captain's Dinner. Als die Niels Holgerson aus dem Hafen fuhr, wahren wir schon wieder an Deck, und konnten das nächtliche Treiben am Strand und am Hafen beobachten.

20.7.2002
Dieser Tag ist einzig für die Durchfahrt Schweden gedacht. Früh morgens kamen wir in Trelleborg an, ein trübes und regnerisches Wetter empfing uns in Schweden. Die Fahrt nach Stockholm war eintönig wie die anschließende Wartezeit. Abends ging die Fähre von Stockholm nach Turku. Geschlafen haben wir auf dem Schiff.

Unsere erste Hütte in Finnland 21.7.2002
Auch in SF gab es nicht das erhoffte, bessere Wetter. Die Polizei stand am Hafen in Turku mit Pusteröhrchen, aber ich kam an der Kontrolle vorbei. Die Stadt verließen wir auf der Autobahn, um sie ca. 20 km außerhalb wieder zu verlassen, und auf der Nabenstrecke weiterzufahren.
Hier fanden wir auf der alten Straße einen Rastplatz mit der obligatorischen, hier typischen, Bank, die uns zu einem Frühstück einlud. Anschließend tauschten Nina und ich noch ein paar SMS wegen einem Treffen in Finnland.

Traumhafter Sonnenuntergang Die weitere Fahrt führte uns weiter in den Süden wo es mehr regnete. Unser Ziel war aber eher im Norden und wir machten uns auf Richtung Lahti. Es regnete wieder stärker, in der Ferne entdeckte Julia die Skiflugschanzen. Bei diesem Wetter hatten wir keine Lust dorthin zu fahren.

Ein weiterer Halt führte uns zu einer Raststätte mit Supermarkt, wo wir uns mit dem ersten Einkauf für die nächsten Tage eindeckten. Unsere Hütte fanden wir in der Nähe von Mikkeli. Sie lag idyllisch im Wald an einem schönen See. Zuerst essen und ausruhen. Schuhe aus und im See rumlaufen. Ich merke dass ich noch nicht richtig im Urlaub bin.

Bald musste die erste Flasche Wein dran glauben. Zum Abschluss des Tages hatte wir noch einen schönen Sonnenuntergang.



22.7.2002
Spirale Holzvogel Um 7:45 Uhr meldet sich das Telefon. Mitten in der Nacht, s'ist doch noch zu früh!
Eine SMS, Markus meldete schlechtes Wetter im Norden und Süden Finnlands. Ahja, hatten wir ja ausgemacht und in Deutschland ist's ja schon eine Stunde später.
Unsere Hütte nahe Savonlinna Es regnet nicht, leichter Wind kommt auf. Es gibt noch Hoffnungfür das Wetter. Jetzt wollen wir an diesem Tag noch die Hütte mit der genialen Sauna suchen. Richtung Savolinna irgendwo auf der rechten Seite.
Den Laden mit den komischen Figuren gab's damals aber nocht nicht, und wir haben uns die merkwürdigen Figuren angesehen.

Olavinlinna Savonlinnasta Ich suche einen alten Zettel raus: «Kuushukkalantie 254» in Harkala. Bie Burg Olavinlinna in Savonlinna «Vorhin sind wir an einem Schild vorbei gefahren, könnte's gewesen sein», sagte Julia. Das war es dann auch, von Savolinna auf der rechten Seite. Wir haben «Unseren Campingplatz» gefunden, aber diese Hütte gibt es nicht. Wir haben sie dann doch gefunden. Bekommen haben wir die Hütte Nr. 3 auf dem neuen Teil des Campingplatz.
Olavinlinna Savonlinnasta Zum See sind es ein paar Meter, obwohl man ihn sehen kann. die Hütten sind neu und haben sehr gute, breite Betten.
Wir fuhren noch mal nach Savolina um die Burg zu besichtigen, aber sie war schon geschlossen. Wir haben uns noch die Savonlinnan kirkkoevangelische Kirche angesehen. Nach Rantasalmi sind wir wegen der schönen Strecke gefahren ­ nur Wald. So sind wir wieder zurück zur Hütte Kuus ­ Hukkalan Lomamokit in Harkälä.

Bie Burg Olavinlinna in Savonlinna

23.7.2002
Morgens sind wir zuerst zurück zur Burg in Savolina um an einer Führung teilzunehmen. Die deutsche Gruppe war die größte.
Das nächste Ziel war maailman suurin puukirkko, der Welt größte Holzkirche, ein sehr gewaltiger Holzbau, der sich hinter keiner steinernen Kirche verstecken muß.
maailman suurin puukirkko Kloster vor dem UnwetterUm nicht zu weit umzudenken besuchten wir das Kloster ????????? in der Nähe von Joensu. Dort hat es fürchterlich angefangen zu regnen. Ich hatte die Schnauze voll Kloster vor dem Unwetterden dem Wetter in diesem Urlaub. Ein weiteres Kloster besuchten Julia und Dorothea 20 km weiter.
Da es immer noch stark regnete fuhren wir Richtung Koli, wo wir eine Hütte für 86 € fanden. Sehr teuer, aber mit Sauna, 2 Toiletten und zwei 3 Mann Schlafzimmern unter dem Dach. Die Sauna und Küche haben wir ausgiebig genutzt. Die Nacht endete erst spät nach Mitternacht, weil eine weitere Flasche Wein dran glauben musste.

24.7.2002 Spät war die Nacht zu Ende, gegen 9:45 Uhr sind wir aufgestanden. Die Spitze der Koli Berge mussten wir erst suchen, sind aber fündig geworden. Der Blick vom Hotel war schon schön, aber als wir die Gipfel erklommen hatten wurden wir für die Mühe entlohnt. Ein lohnenswerter Ausblick. Wir haben uns auf den langen Weg nach Rovaniemi gemacht. Bäume und Straße, es war schon eine Lange Tagestour, bis wir die Grenze zu Lappland erreichten. Hier sahen wir jetzt auch unsere ersten Rentiere. Für Julia die Ersten überhaupt. 40 km vor Rovaniemi hielten wir am ersten Campingplatz an der Straße um nach einer Hütte zu fragen. Nach einem Kaffee war der Mensch, der eine Hütte für uns hatte, und der uns auch einigermaßen verstand, zur Stelle um uns zu unserm Mökki bei seinem Haus zu bringen. Kleine Veranda, Küche Toilette Aufenthaltsraum mit Kamin, Schlaf - Gelegenheit unter dem Dach und eine Sauna. Auf dem Hof gab's auch zwei Katzen. Die kleine schwarze kam auch in die Hütte und legte sich schlafen. Stundenlang habe ich versucht die Sauna in Gang zu bringen. Rauch in der Sauna, man konnte nichts mehr sehen. Die Scheibe im Ofenrohr war geschlossen, wo gibt es denn so was?. Später, ich hatte den Dreh raus, saßen wir auch drin, aber sie wurde nicht warm. Wir hatten die erste helle Nacht in einer rauhigen Hütte.


25.7.2002
Morgens bin ich mit dem Kaffee raus eine rauchen und die schwarze Katze saß schon da. Die weitere Fahrt führte uns nach Rovaniemi zum Polarkreis. Zuerst besuchten wir das Arcticum, eine dauernde Ausstellung über das Norpolargebiet. Direkt am Polarkreis "Napariiri" Souvenirs kaufen, etwas mit anderen Touristen plaudern, und weiter nach Pyhä. Leider bekamen wir unsere alte Hütte nicht mehr, aber eine etwas Kleinere auf dem Weg nach Luosto. Nachdem die Hütte eingeräumt war, bin ich mit Dorothea noch mal los zum Tunturi. Auf dem Hotel habe ich auch gleich die Webcam von Pyhä gefunden, sie zeigt vom Hotel zum Berg. Nach dem leichten Snack war die Sauna angesagt. Angefangen haben wir bei 80°C und erreichten kurz bis 95°C, aber relativ trocken. Um 22:00 Uhr war dann Schluss, da die kalte Dusche und die Abkühlung auf der Veranda nicht ausreichten um uns abzukühlen. Zum Wein und einer Zigarette hatte ich nun die Muße meinem Didgeridoo ein paar Töne zu entlocken. An diesem Tag haben wir eine Fahrstrecke von 3000 Km überschritten.

26.7.2002 Das morgendliche Wetter war nicht berauschen. Das nächste Ziel war der Lampivaara, wo wir die 2 ½ km zur Amethystmine raufstiefelten. Es gab wohl einen Pferde Express, aber etws durch die Natur wandern ist schöner. Fünf Minuten bevor die Führung durch die Mine begann, waren wir dort. Keine Zeit zum ausruhen. In unserer Gruppe waren außen uns noch eine deutsche Familie. Den fünf Leuten gehört also der VW-Bus auf dem Parkplatz, wo sie zwei laut heulende Hunde zurück ließen. Eine junge witzige Finnin war unser Guide, die uns mit viel Esprit lustige Geschichten erzählte. Im Schotterhaufen auf dem Hang durften wir uns noch Unseren Amethyst suchen. Nach der Führung saßen wir mit der deutschen Familie noch etwas vor den Hütten. Die Kleinen sprangen herum und das Mädchen schnitzte mit ihrem Messer. Nach dem Abstieg machten wir uns auf den Weg nach Inari. In Saariselka, nach der Webcam auf dem Berg, wurde das Wetter schlecht. Auf einer kleinen Halbinsel vor Inari fanden wir unsere Hütte für die Nacht. Wir hatten direkten Blick zum See. Nina schickte abends eine SMS über das Treffen in Helsinki. Sie, Jani, Peter, Hanna, Lars und Pakkanen waren dort. Gerne währe ich auch dabei gewesen.

27.7.2002 Vor 8:00 Uhr war das Wetter schlecht, besserte sich aber bis 9:00 Uhr. Als wir aufbrachen tobte ein Sturm mit Regen über Inari. Wir haben die Flucht nach Norden angetreten. Unterwegs habe ich bei Daniele und Dieter in Berlevåg (Reisebeicht 2000) angerufen und nach einem freien Zimmer gefragt. Leider war kein Zimmer mehr frei, und so war dieses Thema auch schon erledigt. Unsere weitere Fahrt bracht uns nach Karasjokk. Dort haben wir uns das Infozentrum “Sapmi” angesehen, eine Art Museum mit Tourist Information. Nachdem wir zuerst in die falsche Richtung nach Tana unterwegs waren und gedreht hatten, fuhren wir dann den richtigen Weg nach MitternachtssonneLaxälv und weiter auf die Nordkapp Insel Weltkugel auf dem NordkappMageroyi. Es ist schon sehr lange her, dass wir auf der Insel waren. Der Tunnel der seit wenigen Jahren Breitengraddie Insel mit dem Festland verbindet ist 6,8km lang und schneller zu bewältigen. Er ist Teil der Denkmal27 km langen neuen Verbindung, der die Fähre ersetzt. Hier sind über 200 Kr. für das Auto und ca. 40 Kr. pro Beifahrer zu entrichten. Auf der Insel fanden wir wieder eine Hütte Renfür den “Tag”. Nachdem wir die Hütte belagert und gegessen hatten, sind wir zum Kapp gefahren. Nordkapp um Mitternacht war die Idee die wir umsetzten. Diese Idee hatten auch die vielen Buß Touristen. So war das Nordkapp überbevölkert. Der Sturm der dort tobte war vom Feinsten, vertrieb die meisten Touristen in die Gebäude. Im Gegensatz zum erstem Mal als wir hier waren, wollen die jetzt richtig Geld für diese Attraktion haben. Tipp: Die Hallen schließen um 2:00 Uhr und öffnen um 9:00 Uhr, und mit einigen Metern zu Fuß lässt sich Geld sparen. Km-Stand heute: 3800

28.7.2002 Das NordkappKurz nach Mitternacht haben wir uns auf die Rückfahrt gemacht. Die Sonne stand tief über den Nordkapp Hallen und tauchte sie in ein sattes orange. Zum Sturm kam noch etwas Regen. Als Julia das Seitenfenster öffnete, um ein Bild zu machen, wurde die gesamte Frontscheibe von innen nass. Auf der Rückfahrt über die Insel hatte der Sturm nachgelassen und auf dem kleinen See oberhalb des NAV-Campingplatzes wurde das Wasser nicht mehr über den Staudamm gepeitscht. Nach dem Frühstück sind wir noch mal zum Kapp gefahren. Das Ticket hat zwei Tage Gültigkeit. Keine Busse und ein ruhiges, sonniges Traumwetter empfing uns. Nur wenige Leute hatte es an diesem frühen morgen hierher verschlagen. Einige schöne Aufnahmen haben wir noch gemacht und sind dann zum “Kirkeporten” gefahren. Gefunden haben wir den Felsen nicht, aber Julia und ich hatten einen traumhaften Ausblick über die Insel und zum Horn und sahen Rentiere auch mal ohne Straße. Ein weiteres Ziel dieses Tages war der Ort von dem es zu Vogelfelsen geht. Alleine die Zufahrt war schon traumhaft. Mich störten nur die beiden großen Schiffe – es waren Wahlfänger. Das Tagesziel für den Tag war Hammerfest, die nördlichste Stadt der Welt. Der Campingplatz, den wir gegen 19:00 Uhr erreichten, dient sicherlich nicht zur Zierde der Stadt. Die Duschen auf diesem Anwesen habe erst gar nicht angesehen, nachdem ich gezwungen war die “Toiletten” zu sehen. Nach dem Essen, hier ist man nicht auf die Helligkeit des Tages angewiesen, haben wir die Stadt und Umgebung angesehen. In der Nähe, hinter dem Flughafen, finden sich Funde aus der Eisenzeit. Den Tag ('s war möglicherweise auch schon Morgen) haben wir mit einer Flasche Wein beendet.

29.7.2002 Der Notwendige Gang zur Toilette war wieder mal eine Wanderung. Die Hütten um uns herum waren ausschließlich von Finnen belagert. Teil des AusstellungsgeländeSo kam es dass ich nach kurzer Zeit, statt zu packen, mit einem Nachbar plauderte – es Museumsgebäudewar eher der Versuch ein Gespräch zu führen. Er schlecht deutsch, ich nur ein paar Brocken finnisch und ein kleines bisschen englisch. FelsenmalereienIn Alta haben wir uns im weiteren Verlauf des Tages das “Alta Museum” angesehen. FelsenmalereienIn der Hauptsache die dort gefundenen und von der UNESCO geschützten Felsenmalereien. Das Wetter war bis auf einen kleinen Schauer super. Bei den Juhl'sWie schon am Vorabend geplant, fuhren wir nach dem Besuch nach Kautokeino. Dort suchten wir Juhls' Solvsmie den einzigen, alteingesessenen Goldschmied Lapplands. Das erste Gebäude wurde von den Juhls, ein Däne und eine Deutsche, in den 50ern als einfache Hütte errichtet. Kirche in KautokeinoIn den 60ern, 70ern, 80ern und 90ern folgte jeweils ein neuer Bauteil, und sogar der Stall wurde Teil des Kunst-Zentrums in Kautokeino. Der weitere Weg führte uns zur Kirche, vorbei an der Sprungschanze die in den Fluss führt und vorbei an der Hütte, in der wir bei unserem ersten Besuch in diesem Ort übvernachteten, weiter nach Finnland. Diesem kleinen Umweg verdankten wir noch mal eine günstige Tankfüllung. Einige km weiter fanden wir eine alte kleine Hütte – zwei separate Räume und Küche. Um 24:00 Uhr Ortszeit war die Sonne hinter dem Horizont verschwunden. Der Tag wurde, wieder mal, mit dem Wein beendet.

30.7.2002 Die Hütte war nach einer guten Nacht schnell geräumt. Kalt war es an diesem Morgen. Die Enten schwammen noch auf der gleichen Stelle im See wie gestern abend, als wie uns auf den Weg nach Kilpisjärvi machten. Auf der einzigen Fähre, die man benötigt um von den Vesterålen zu den Lofoten zu gelangen, lag schon im Hafen etwas auf der Backbordseite. Etwas einseitig beladen dachte ich mir. An Deck fiel mir auf das sich der Schiffsdiesel etwas merkwürdig anhörte. Wieder dachte ich: Nicht gesund. Während der Hälfte der überfahrt wurde plötzlich die Fahrt reduziert und es kam eine Durchsage, dass es einige technische Probleme gibt. Ohne Fahrt fing der Kahn an zu schaukeln. Erstmalig machte ich mir Gedanken um eine Fähre. Nach 660 km ereichten wir endlich unsere Hütte im Vaterfjord auf den Lofoten.Unsere Hütte im Winter Adresse: Hammerstadt Camping, 8300 Svolvær, Tel +47 76070305, hammerstadt-camping@c21.net Der Besitzer ist noch der Gleiche und er spricht etwas deutsch, gut. Auf den LofotenEine Unterkunft haben wir leider nur für einen Tag bekommen, aber es war die selbe Hütte wie vor zwei Jahren. Nach dem Wein auf der Terrasse bin ich noch mal in die Bucht gegangen einige Bilder und Videos zu machen. Auf den LofotenViel geändert hat sich seit unserem letzten Besuch nicht, aber dieses mal war ich auf der Halbinsel gegenüber der Hütten. Die Bilder dürften denen, die vor zwei Jahren machte, gleichen. Julias Fotobatterie gibt langsam den Geist auf, da müssen wir uns dringen nach Ersatz umsehen. Ich freu mich schon auf die Dusche.

31.7.2002 6:00 Uhr – die Sonne hat mich geweckt, warum ist es noch so früh am Morgen? Auf den LofotenIch nehme einen Kaffee und setze mich auf die Veranda. Was für ein Lärm, in der Bucht streiten sich die Möwen, der Wind gibt keine Ruhe und die Fichte kratzt am Plastikdach der Veranda. Weiter unten klappert die Fahnenstange. Zum Glück schlafen noch alle ­ es ist gleich acht, auch die Deutschen mit ihrer Wohnwagen ­ Zelt Kombi + Schüssel. Sie hatten gestern noch laut diskutiert. Die Sonne tut gut. Die Jungs von hier, die bis spät abends den Ball getreten haben, und gegen Mitternacht mit Signalwesten an, den Hund durch die Felsen am Wasser gejagt hatten. HäuptlingshalleDie Katze, schwarz mit vereinzelten weißen Brusthaaren, die schon vor zwei Jahren gegen Mitternacht zum Kraulen vorbei kam, zeigte sich auch heute. Mein Kaffee ist leer. Nach dem Frühstück fuhren wir weiter nach Å. TischkopfDas erste Ziel war das Wikingermuseum. Das Langhaus wurde nach Funden auf diesem heiligen WerkstattBerg originalgetreu nachgebaut. Es war einmal das Domizil eines Wikingerhäuptlings. Durch Erdwälle um Vikingerschmiededas Gebäude und die erhöhte Lage war es eine Festung. Anlegesteg für das RuderbootAm hinteren Ende des Bergs befinden sich die Schmiede, der Anlegesteg für das Ruderboot und eine Reparaturhalle in der ein neues Boot nach alten Plänen nachgebaut wird Zwar schien die Sonne aber es war stark windig. Rorbu, die aölten Fischerhütten auf HolzgestellenWeiter fuhren wir zum kleinen Fischerdorf Reine?????. Der Ort ist von der UNESCO geschützt. Rorbu, die aölten Fischerhütten auf HolzgestellenHier gibt es hoch über dem Wasser stehende Rorbu, die Hauser in denen früher die Fischer lebten und ihre Lager hatten. Heute wohnen in diesem Ort eher Touristen und ein paar Eingeborene. Diese Kirche wurde nur aus Treiholz gebautAuf dem Weg nach Å, dem Ort mit dem weltweit kürzestem Namen der Welt, sahen wir diese Kirche. SIe wurde nur aus Treibgut gebaut. Leider war die Kirche schon geschlossen. Für die Rückfahrt von der Südspitze der Lofoten nach Svolvær, unserem nächsten Fährhafen, reichte die Zeit nicht mehr aus und wir suchten uns eine Hütte. Auch dieser schöne Sandstrand befindet sich auf den LofotenFündig wurden wir kurz vor Svolvær in einer Bucht in Kabelvåg, in ein altes Handelszentrum. Es war eine Rorbu für teure 650 NOK. Es war, wie sich später herausstellte auch die letzte Möglichkeit.

1.8.2002 An diesem Morgen haben wir uns bereits um 6:30 Uhr wecken lassen, um eine zeitige Fähre zurück zum Festland zum bekommen. Um 8:15 Uhr waren wir vor Ort und konnten mit der 9:00 Uhr Fähre nach Skudvik übersetzen. Als wie die Inseln verließen, wurde dort auch das Wetter schlecht. Gegen elf hatten wir das Festland wieder erreicht. Bei Ausfahrt aus dem Schiff hat mir ein Norweger, wohl weil er kein Wohnwagengespann fahren kann, noch einen Kratzer in mein Auto gemacht. Ich hätte ihn sonst wo hintreten können. In Fauske war es dann soweit, ich musste zum ersten mal den teuren norwegischen Sprit tanken. Danach fand sich auch ein lauschiges Plätzchen für eine Rast. Die Idee hatten wir nicht alleine. In kurzer Zeit waren die meisten Plätze belegt. Wir befanden uns jetzt schon auf der Rückreise während der es nur noch zwei Ziele gab: Laxforsen und Lindesnes. Markierung am PolarkreisAm Polarkreis Haben wir wie immer gerastet, es ist eine Etappe bei der wir den Norden verlassen. Julia fuhr an diesem Tag den letzten Teil der Strecke bis zu unserer Hütte bei Laxforsen.

2.8.2002 Wieder mal sind wir früh aufgestanden, die Zeit drängt. Julia fuhr – schleichen ist bei den heutigen Verkehrsverhältnissen in Norwegen besser gesagt - bis zur Pause um 11:00 Uhr. Den Rest der Strecke bis Danbo-Camping und KRO fuhr ich. Diesen Tag hätten wir besser ausgelassen: für 1040 km über 14 Stunden und dann noch eine sehr bescheidene Campinganlage. Die Hütte war für den Preis ok, aber die Sanitären Anlagen waren mit “schlecht” schon zu gut betitelt.

3.8.2002 Lindesnes sollte unser letztes Tagesziel sein. Diese südliche Spitze Norwegens haben wir bisher immer besucht. Heute, der Regen hätte den großen Umweg und Kosten nicht gerechtfertigt, ließen wir von diesem Ziel ab. Dafür buchten wir die nächste Fähre nach Hirtshals, wo wir gegen Abend einliefen. Die 1350 km bis nach hause haben wir, auch in zwei Staus von fast zwei Stunden abgesessen. Mit dem Morgengrauen liefen wir am 4.8. in der tropisch anmutenden Heimat ein.

Zum Schluß bleibt nur noch zu sagen: Finnland hat sich nicht, so wie Norwegen, zu seinem Nachteil verändert. Der Schilderwald in Norwegen hat deutsche Dimensionen angenommen, und die Geschwindigkeitsbeschränkungen sind mittlerweile eine Zumutung. Die Finnen sind kein Volk aus Stöcken, die Entweder besoffen sind oder zum lachen in den Keller gehen. Auch habe ich dort keine Snowboardfahrer mit ausgeschlagenen Zähnen gesehen.

Gefahrene Strecke: 8335 km
Benötigtes Diesel: 448 Liter
entspricht 5,37 l/100 km
Kosten ca. : 409€ = 0,91 €/L
Benötigter Wein = 9,1 L